Die Studie zeigt eine große Vertrauenskrise in die traditionellen Institutionen und Mechanismen bei öffentlichen und Großprojekten. Neue Wege und Mittel des Dialogs sind dringend geboten.

Eine repräsentative Studie zeigt massives Glaubwürdigkeitsproblem der Bürger gegenüber Politik, Verwaltung und Unternehmen in öffentlichen Projekten / Verfahren oft zu kompliziert / Arroganz gegenüber Betroffenen / Nur gezielte und abgestimmte Kommunikationsstrategie der agierenden Unternehmen kann Krisen abwenden.

Stuttgart 21 ist überall. Deutschland wird in Zukunft mehr denn je Akzeptanzprobleme bei Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft bekommen. Wird nicht rechtzeitig und richtig reagiert, stehen wir vor einem Technologie- und Investitionsstau. Das zeigt unsere aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie.

Die Schlussfolgerungen aus den Daten und unseren Projekterfahrungen: Krisenfälle wie Stuttgart 21 sind vermeid- oder handlebar, wenn ein hinreichender Teil der Gesamtkraft, die in ein Projekt gesteckt wird, frühzeitig in die konkrete Analyse des Meinungs-Umfelds und in die zielgruppengenaue, strategische Projektkommunikation fließen würden. Oft würde aber erst die bittere Krisenerfahrung Unternehmen zu dieser Erkenntnis hinführen, so der Experte. Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass sich die Unternehmen dem Thema „Projekt-Akzeptanz“ selbst verstärkt zuwenden müssten und sich nicht auf Politik und Verwaltung verlassen sollten.

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