Unsere Vorschau: Buchhinweis

Anlässlich der diesjährigen Feier zum 30. Jahrestag der Vereinigung beider deutscher Länder, entsteht im Dietz-Verlag ein Buch unter dem Titel

„Gestern/Heute/Morgen
Neue Wege. Leipziger Impulse für die Wiedervereinigung“

Was macht das Buch der Herausgeber Christoph Bigalke, Katharina Hitschfeld und Uwe Hitschfeld besonders?

Es verbindet Aufsätze namhafter Autoren, die in den so genannten „Wendezeiten“ Verantwortung übernommen und im wahrsten Sinne getragen haben. Der heutige Präsident des Deutschen Städtetages ist einer der Autoren, ebenso wie der damalige Generalmajor der Bundeswehr, der beide deutsche Armeen vereinigte. Mit dabei sind auch der frühere Hannoveraner Oberbürgermeister Schmalstieg,  der ehemalige Vorsitzende Bundesrichter Jürgen Vormeier oder Petra Köpping, die damals die Kultivierung des vom DDR-Braunkohleabbau geschundenen Leipziger Südraums vorantrieb und heute Ministerin in Sachsen ist.

Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat ein Vorwort geschrieben, der frühere Mitarbeiter in der Ständigen Vertretung der BRD in Ostberlin und spätere Kulturbürgermeister der Stadt Leipzig, Dr. Georg Girardet, setzt sich mit der schwierigen Bewahrung kultureller Traditionen nach der Wende auseinander. Und, und, und…

Das Buch erhebt keinen Anspruch „die Geschichte der Wiedervereinigung zu erzählen“. Es will Geschichten erzählen.
Lesen und über den Verstand aufnehmen ist das eine, über Bilderwelten und künstlerische Fotos in die Zeit von damals einzutauchen, diese zu sehen, zu schmecken und zu fühlen, ist etwas ganz anderes. Und so verschränken wir Text- und Bildwelten und stellen diesen die Tagebuchaufzeichnungen der Frau des damaligen Leipziger Oberbürgermeisters Hinrich Lehmann-Grube an die Seite.

Ursula Lehmann-Grube war eine feine und akribische Beobachterin und Reporterin von Personen und Gegebenheiten, von westdeutscher Irritation im ostdeutschen Alltag und als Ratgeberin ihres Mannes nah am Geschehen dessen, was Geschichte gemacht hat.

Unsere Heimatstadt Leipzig und ihre Bedeutung für die gesamtdeutsche Geschichte spielt also eine wichtige Rolle in diesem Buch – aber es ist kein Leipzig-Buch. Das Buch wird auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst diesen Jahres vorgestellt werden.