Derzeit vergeht kein Tag, an dem nicht über Planungen für den Bau eines neuen Rechenzentrums irgendwo in Deutschland berichtet wird. Der Boom der KI-Anwendungen treibt den Bedarf an neuen Rechenzentren enorm nach oben, manch einer warnt schon vor einem „unkontrollierten Wildwuchs“.
Dabei begegnen den Projektierern solcher Rechenzentrenprojekte nicht nur technische Herausforderungen wie Engpässe bei verfügbaren Netzleistungen bzw. hohe Wartezeiten für Netzanschlüsse. Vielmehr sehen sie sich immer öfter auch mit mangelnder Akzeptanz für ihre Projekte durch Teile der Anwohnerschaft in der Umgebung konfrontiert. Je mehr Rechenzentren geplant und gebaut werden und je größer diese – auch wegen der Anforderungen durch den KI-Boom – ausfallen, desto öfter werden kritische Stimmen laut oder es kommt sogar zu öffentlichen Protesten vor Ort.
Kritisch diskutiert werden dabei der Flächenverbrauch, der hohe Energie- und Ressourcenverbrauch, der durch Kühlungserfordernisse noch verstärkt wird, und die anfallende Abwärme. Es geht zudem um Aspekte wie Wasserverbrauch, hohe CO2-Emissionen und Lärmbelastungen sowie geringe kommunale Einnahmen und eine geringe Generierung lokaler Arbeitsplätze. Vor diesem Hintergrund sind Projekte zur Entwicklung und zum Bau von Rechenzentren aus unserer Sicht ganz klar als potenziell akzeptanzkritische Projekte einzustufen.
Als Experten für die kommunikative Begleitung akzeptanzkritischer Projekte empfehlen wir daher, strategisch an derartige Projekte heranzugehen. Ein grundlegender Bestandteil dieser Herangehensweise ist im ersten Schritt eine gründliche Analyse der spezifischen Gegebenheiten und der Gemengelage vor Ort. Jedes Projekt ist anders und nur, wer die spezifischen Interessen, Erwartungen und Bedenken vor Ort kennt, kann dort erfolgreich kommunizieren.