Jeder zweite Deutsche ist bereit für bürgerschaftliches Engagement – sei es für oder gegen Projekte. Neben persönlichen Motiven – die stärkste Triebfeder für Engagement – würden sich mehr als 40 Prozent der Deutschen auch engagieren, wenn die „gesellschaftlichen Spielregeln“, wie Information, Mitbestimmung oder Transparenz, im Rahmen eines Projekts verletzt werden. Diese Bereitschaft zeichnet ein ganz anderes Bild, als man es gemeinhin von unserer angeblich politikmüden, individualisierten Gesellschaft erwarten würde. Die aktuelle Umfrage, die zur Studienreihe „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“ gehört, beschäftigt sich damit, was Menschen von bürgerschaftlichem Engagement abhält. Bereits in früheren Studien war deutlich geworden: Das Empfinden, das eigene Engagement habe mangelnde Erfolgsaussichten, bremst die Aktivitäten genauso wie ein ausgeprägtes Misstrauen der Menschen gegenüber Politik und Verwaltung. Dieser Spur sind wir nachgegangen.

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