Beiträge

Bergkette in Graubünden, im Vordergrund ein See

ewz: Netzwerkanalyse für die Energiewerke der Stadt Zürich

Für Sicherung von Konzessionen ist die Stakeholderkommunikation ein entscheidender Faktor – auch in der Schweiz.

Kunstinstallation mit mehreren Menschen in einem weißen Raum mit visualisierten Strukturen

Stakeholder-Kommunikation neu denken?

Stakeholder-Kommunikation ist in vielen akzeptanzkritischen Projekten eine elementare Aufgabe. Aber wenn wir ehrlich sind, ist es ein Feld, das sich in den letzten 10 Jahren nicht besonders weiterentwickelt hat. In der öffentlichen und politischen Kommunikation und in der Medienwelt ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Nicht so mit Blick auf Stakeholder.

Die Welt ist auch mit Blick auf Stakeholder unübersichtlicher, vielfältiger und unberechenbarer geworden. Grund genug, sich über das Thema Stakeholder Gedanken zu machen, Konzepte und Rezepte zu überdenken und Neues zu probieren.

Dafür bieten sich mehrere Ansatzpunkte an.
Strategisch könnte man sich fragen, ob die eigenen Denkmuster noch passen. An welcher Vorstellung von Stakeholdern sowie der Beziehung und Kommunikation mit ihnen orientiert man sich – ein zentraler Punkt, wenn man kontinuierlich mit Stakeholdern umgehen muss bzw. Agenturen führt.
Technisch könnte man sich fragen, ob man eigentlich nutzt, was heute geht und vor allem, was das denn ist, was geht. Schließlich haben sich in den letzten 10 Jahren in vielen Bereichen der Kommunikation neue Tools und Methoden entwickelt, die nützlich sein könnten.
Operativ könnte man überdenken, was Kommunikation praktisch bedeutet und mit welchem Set an Mitteln man sie betreibt. Abhängig von den vorherigen Fragen könnte man dieses Set kreativ weiterentwickeln.

Allerdings kostet es immer Zeit, Anstrengung und Budget, neue Wege zu suchen. Denn von nichts kommt nichts. Deswegen stellt sich schnell die Frage: Macht es Sinn? Eine ehrliche Antwort auf eine einfache Frage schafft da Klarheit: Ist Ihre Stakeholder-Kommunikation so erfolgreich, wie Sie sich das wünschen? Wenn ja, Glückwunsch! Wenn Sie sich dagegen bessere Ergebnisse wünschen, ist das ein triftiger Grund, die Sache zu überdenken.

Zum Beispiel mit Blick auf die nach unserer Erfahrung oft viel zu eingeschränkte Art, sich mit Stakeholdern zu beschäftigen: Unternehmen, Verbände und Agenturen konzentrieren sich häufig auf einen vergleichsweise kleinen Kreis bekannter, scheinbar offensichtlicher Top-Stakeholder, die man selbst oder die Agentur schon kennt. Leider fragt niemand, mit wem diese Stakeholder ihrerseits in Kontakt sind. Dabei ist das von größter Bedeutung. Denn nicht nur beeinflussen sie ihre Netzwerke, sondern mindestens ebenso stark werden sie selbst von ihren Netzwerken beeinflusst. Wer meint, dass Top-Stakeholder autonom sind und Influencer und Multiplikatoren nicht ihrerseits beeinflusst werden, liegt leider falsch. Das Gegenteil ist richtig.

Wenn das so ist, spielen ihre Netzwerke eine entscheidende Rolle. Was liegt also näher, als sie sich vorzunehmen, sie zu erfassen und zu analysieren? Dass das nicht trivial ist, ist kein Grund, es zu lassen. Zumal man dabei viele Türen aufstößt: zu ihrem Beziehungsgeflecht, zu ihren Abhängigkeiten, zu relevanten Interessensphären, zu neuen Top-Stakeholdern, Konstellationen und Themen, die man bisher nicht auf dem Radar hatte – und natürlich zu ihrer Position darin.

Das macht die Verantwortlichen für Stakeholder-Relations schlagkräftiger, weil sie mehr darüber wissen, um wen und was es geht, wie sie besser, effizienter und erfolgreicher mit ihnen umgehen, wie ihre Stimme mehr Stakeholder-Reichweite erzeugt. Das erfordert natürlich auch neue Ideen und Maßnahmen für die richtige Kommunikation. Aber die kommen, wenn Sie netzwerkpraktisch arbeiten und dafür die Grundlagen schaffen.

Wir helfen gerne dabei. Denn wir können netzwerkpraktisch arbeiten. Wir haben in vielen Projekten gezeigt, wie man Stakeholder-Netzwerke erfasst, entwickelt, analysiert und nutzt. Und wir wissen, dass sich das auszahlt, gerade dann, wenn man längerfristig mit Stakeholder-Communities arbeiten muss – egal ob in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, komplexen Themenfeldern und Fachkreisen.

Thomas Perry ist Geschäftsführer von Q Agentur für Forschung und langjähriger Partner des Büros Hitschfeld. StakeX, das Tool für die Nutzung von Stakeholder-Netzwerkanalysen, ist eine gemeinsame Entwicklung von TeamQ und Büro Hitschfeld.

Leipzig und Mannheim im November 2020

Hitschfeld-Whitepaper: Neue Chancen für ein strategisches Akzeptanzmanagement

Hitschfeld-Whitepaper: Neue Chancen für ein strategisches Akzeptanzmanagement

Das Erringen und Sichern von Akzeptanz für ein Projekt, die projektspezifisch angemessene Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger und eine strategisch angelegte Projektinformation sind heute wichtige Erfolgsfaktoren für jedes Vorhaben. Jedes Projekt ist anders – wir müssen die jeweils relevanten Einflüsse und Rahmenbedingungen gut kennen, um die richtigen Schlüsse für Vorbereitung und Durchführung unseres Vorhabens ziehen zu können.

Zentrales Element bei solchen Betrachtungen sind die Personen, die spezifische Aufgaben oder Interessen („Stakes“) in Bezug auf das Projekt haben – die „Stakeholder“. Wir müssen sie so gut es geht kennenlernen und uns auf sie einstellen. Das geht natürlich nur, wenn wir wissen, wer die Stakeholder sind.

Lesen Sie hier unser Whitepaper…

Renewables Day der Kanzlei Norton Rose Fulbright mit Uwe Hitschfeld

8. März, München: Renewables Day der Kanzlei Norton Rose Fulbright

Am 8. März fand bereits zum 9. Mal der Renewables Day der internationalen Anwaltskanzlei Norton Rose Fulbright in München statt. Uwe Hitschfeld trug im Rahmen dieser Veranstaltung vor zum Thema „Akzeptanz, Stakeholdermanagement und Partizipation – Faktoren für den Projekterfolg“.

Zu den Charts des Vortrags

 

Stakeholdermanagement mit dem Tool StakeX

Digitalisiertes Stakeholdermanagement StakeX

StakeX ist unser „jüngstes Baby“. Gemeinsam mit unseren langjährigen Kollegen und Partnern vom TeamQ, Mannheim, haben wir in den letzten Monaten die Frage, wie man in heutigen Zeiten effizient und erfolgreich Beziehungsmanagement betreiben muss, diskutiert und neu aufgesetzt. Unsere Erfahrungen, die wir bei der Bearbeitung ganz unterschiedlicher,  akzeptanzkritischer Projekte gesammelt haben, sind dabei wertvoll. Bisher haben wir unsere Betrachtungsweise vorwiegend auf eine sehr personenbezogene Arbeit mit „Stakeholdern“ und „Influencern“ konzentriert. Nunmehr können wir unsere Arbeit um die Analyse und Darstellung der kommunikativen Netzwerke ergänzen, in denen die relevante Personen und Personengruppen unterwegs sind.

Dies ermöglicht nicht nur eine neue Qualität bei der Analyse der relevanten Stakeholderbeziehungen, sondern auch eine sehr präzise, strategische Planung des Kommunikations- und Beziehungsmanagements auf einem – auch inhaltlich – neuen Niveau.

Die ersten Pilotprojekte liegen hinter uns und wir freuen uns über das große Interesse, auf das wir mit „StakeX“ im Markt treffen.

Gern erläutern wir Ihnen  und Ihrem Team das Konzept von „StakeX“ und die Möglichkeiten, die sich durch die Arbeit mit „StakeX“ für Ihr Stakeholdermanagment und Kommunikationsverhalten ergeben. Bitte sprechen Sie uns an!