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Netzausbau: Erster Spatenstich beim Amprion Projekt Reutlingen-Herbertingen mit Büro Hitschfeld

Netzausbau: Erster Spatenstich beim Amprion-Projekt Reutlingen-Herbertingen

Vergangene Woche begannen die Bauarbeiten für das Netzausbauprojekt 24 des Bundesbedarfsplangesetzes BBPlG mit dem symbolischen ersten Spatenstich. Dieses Vorhaben ist unter mehreren Gesichtspunkten etwas Besonderes: Es ist nicht nur ein „Project of Common Interest“ der Europäischen Union (PCI) bei der Erreichung der gemeinsamen europäischen energiewirtschaftlichen Ziele, d.h. es hat eine besondere Bedeutung bei der Schließung der Lücken in der europäischen Infrastruktur und findet auch internationale Beachtung. Es ist auch das erste Projekt, das wir von Anfang an für Amprion begleitet haben: Die grundlegende Umfeldbetrachtung nach unserer PCE-Methodik als Basis für die Entwicklung einer umfassenden, projektbezogenen Kommunikations- und Partizipationsstrategie trug mit dazu bei, dass das zuständige Regierungspräsidium Tübingen auf ein separates Raumordnungsverfahren verzichtete, was die Genehmigungsphase verkürzte. Die vielfältigen und umfangreichen Kommunikations- und Beteiligungsaktivitäten definierten einen Standard für Bürgerbeteiligung bei Amprion. Jetzt – ca. fünf Jahre nach Projektstart – erfolgte auf der Schwäbischen Alb der erste Spatenstich. In den kommenden zwei Jahren werden auf der bereits seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts existierenden 380-kV-Strecke die Masten ersetzt und ein zweiter 380-kV-Stromkreis aufgebracht. Wir gratulieren Amprion zum erfolgreichen Abschluss der Planungs- und Genehmigungsphase und wünschen eine erfolgreiche, fristgerechte Bauzeit.

REFRESH 2018 – Das Forum zum Kommunikationsmanagement | Büro Hitschfeld

Kommunikationsmanagement in Forschung und Praxis

Strategische Kommunikation schafft Akzeptanz durch Partizipation. Wie diese ganz praktisch umgesetzt und erreicht werden kann, ist wichtiger Teil der Arbeit von Hitschfeld. Büro für strategische Beratung. Doch auch von universitärer Seite gehen wichtige praxisrelevante Impulse für die Akzeptanzkommunikation aus – insbesondere angesichts der Herausforderungen digitaler Transformation. Entsprechende Studienergebnisse wurden jetzt auf der diesjährigen „REFRESH 2018 – Das Forum zum Kommunikationsmanagement“ Weiterlesen

Planfeststellungsbeschluss für 380-kV-Leitung Reutlingen-Herbertingen erlassen

Planfeststellungsbeschluss für 380-kV-Leitung Reutlingen-Herbertingen erlassen

Kurz vor Weihnachten hat das Regierungspräsidium Tübingen den Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung von Reutlingen nach Herbertingen in Baden-Württemberg erlassen. Nach knapp vier Jahren Planung, Entwicklung und Dialog mit Experten und Bürgern hatte Amprion als Vorhabenträger für das Energiewende-Projekt im November 2016 die Planfeststellung beantragt.

Hitschfeld-Umfeldanalyse mit PCE war Grundlage für Kommunikationspolitik

Mit einer umfassenden Umfeldanalyse (PCE) war zu Projektbeginn die Grundlage für eine strategische, dialogorientierte Informations- und Kommunikationspolitik gelegt worden, die entsprechend dem Projektfortschritt kontinuierlich fortgeschrieben wurde. Insgesamt fanden über 50 Dialog-Veranstaltungen in der Projektregion statt, weiterhin viele Gespräche, Präsentationen und Ortstermine.

Regierungspräsidium lobt kontinuierlichen Abstimmungsprozess

Der Planfeststellungsbeschluss bescheinigt Amprion entsprechend: „Der frühzeitige und kontinuierliche Abstimmungsprozess des Vorhabenträgers sowohl mit Trägern öffentlicher Belange wie auch mit Bürgern hat wesentlich dazu beigetragen, dass Amprion auch aus unserer Sicht als Planfeststellungsbehörde die am besten geeignete Variante der Trassenführung beantragt hat.“

Amprion kann 2018 mit den Bauarbeiten beginnen. Wir gratulieren herzlich zu diesem Ergebnis und sind stolz darauf, dass wir an diesem Projekt mitarbeiten durften.

Wie wir über Digitalisierung reden... | Uwe Hitschfeld

Wie wir über Digitalisierung reden…

Anmerkungen zu einem Thema, das in aller Munde ist….

Digitalisierung ist in aller Munde. Keine Sonntagsrede, keine Wahlkampagne kommt ohne das Schlagwort aus. Bei den Jamaika–Sondierungsgesprächen war „Digitalisierung“ eines der wenigen Themenfelder, bei dem man sich wohl hätte schnell einig werden können und auch das Handelsblatt widmete dem Thema eine Wochenendausgabe (01.12.17).

Lässt man zunächst außen vor, dass zur Zeit wohl jeder eine eigene Auffassung davon hat, was unter „Digitalisierung“ denn konkret zu  verstehen ist und welche Auswirkung  auf das eigene Umfeld damit verbunden sein könnten, und schaut man sich die Entwicklung der Debatte mit einigem Abstand kritisch an, so fallen einige Aspekte ins Auge.

Wie so oft wird die Diskussion vor allen Dingen technik- und technologiegetrieben geführt. Wird über Digitalisierung diskutiert, rücken ihre Chancen in den Vordergrund, während das (mangelnde) Tempo, mit dem sich die Digitalisierung entwickelt, eifrig beklagt wird. Von allen Seiten werden Forderungen laut, die erforderliche Infrastruktur – nun endlich – auszubauen und das (Aus-)Bildungssystem entsprechend zu renovieren.

Wird über Digitalisierung diskutiert, werden Bilder von einer neuen Welt gemalt, die bunter, futuristischer und technischer kaum sein könnten. Freunde von Anglismen und Sprachpanscher haben hier ihre helle Freude und tummeln sich zahlreich und ungestraft im Dunstfeld der Digitalisierung.

Unwillkürlich erinnert man sich an die Art Diskussion, die am Anfang der Entwicklung zum Thema „Globalisierung“ geführt wurde, oder – wenn es eine Nummer kleiner sein darf – an die Debatte um die Abscheidung und Speicherung von CO2 bei Kohlekraftwerken (CCS-Technologie) bei uns in Deutschland.

Die Tatsache, dass viele Menschen solche Technologien eher als Bedrohung empfinden und der Welt, die sich nun vor ihnen auftut – vermeintlich schön, bunt, chancenreich und verheißungsvoll  – nicht bedingungslos entgegenfiebern, steht dabei eher hintenan.

Dabei sollten wir gelernt haben, dass der Erfolg und das Tempo solcher Entwicklungen, Veränderungen, Technologien und Projekte ganz wesentlich von ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz abhängt.

Der Einfluss der Digitalisierung auf nahezu alle Lebensbereiche wird zweifellos von vielen Menschen als Bedrohung ihres Lebensmodells empfunden. Und das nicht nur von Personen, die ihren Lebensunterhalt heute mit Tätigkeiten verdienen, die durch digitale Technologien wohl künftig nicht mehr von Menschen erledigt werden müssen.

Die Überlegungen in China, durch den Aufbau eines riesigen Bonus-/Malus-Punktsystems jeden einzelnen Bürger zu systemkonformem Verhalten zu zwingen, mögen sich wie eine irre Übersteigerung von Orwell oder der späten DDR lesen (FAZ vom 23.11.17).

Aber die Macht der Daten, die sich schon heute bei Riesen wie Facebook, Alibaba oder Google konzentriert, lässt solche Ideen zumindest als realistisches Gedankenspiel erscheinen. Eine Entwicklung, die nicht ohne Grund bei vielen Menschen Sorge auslöst.

Um die Digitalisierung zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, bedarf es des Zusammenwirkens vieler Faktoren. Einer davon ist, möglichst rasch viele Menschen zu befähigen, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt souverän bewegen zu können.

Gesellschaft und Digitalisierung: Eine Geschichte der Spaltung

Ein anderer sind Rahmensetzungen und Regularien, die unerwünschte Entwicklungen vermeiden helfen.

Eine zentrale Funktion wird – nicht überraschend in unserer heutigen Mediengesellschaft  – die Kommunikation einnehmen.

Dabei müssen die fundamentalen Unterschiede in der Beziehung der Bürgerinnen und Bürger zur Internetwelt besser als bisher berücksichtigt werden: Für eine Gruppe, die sogenannten „Digital Natives“, ist das Internet die Welt, in die sie hineingeboren wurde und in der sie – zumindest teilweise – „lebt“.

Für eine andere Gruppe ist es ein wichtiges Instrument zur Bewältigung von Aufgaben in Beruf und Alltag. Die Funktionen hat man – mit mehr oder weniger Mühe – erlernt und vervollkommnet, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Und für eine große, nicht zu vernachlässigende, Zahl von Bürgerinnen und Bürgern, sind das Internet und die digitale Gesellschaft ein Buch mit sieben Siegeln, eine inzwischen immer höher werdende Barriere zur Welt um sie herum.

Damit Digitalisierung zur Erfolgsgeschichte wird

Erfolgreiche Kommunikation muss an diesen sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen ansetzen. So wie die Digitalisierung die ganze Gesellschaft verändern wird, muss die Kommunikation zur Digitalisierung auch möglichst die ganze Gesellschaft erreichen.

Die Kommunikationsstrategie zur „Digitalisierung“ erfordert – insbesondere bei den Treibern der Entwicklung – ein gewisses Maß an Verständlichkeit, Widerspruchsfreiheit in der Argumentation, einen verantwortlichen Umgang mit vorhandenen Vorbehalten und Ängsten.

Wer „Digitalisierung“ erfolgreich kommunizieren möchte, der macht das zum Beispiel durch den sorgfältigen Einsatz von Sprache und hegt darüber hinaus den Anspruch, die Kommunikation nicht in einen Strang für „Fans und Leistungsträger“ und einen für „Skeptiker und Abgehängte“ aufzuspalten.

Alles Dinge, die in der heutigen Digitalisierungsdebatte noch zu oft unbeachtet bleiben.

Strategische Kommunikation zum Breitbandausbau – 5G | Büro Hitschfeld

Strategische Kommunikation zum Breitbandausbau – 5G

Ab 2020 sollen erste marktwirksame Anwendungen für die 5. Generation des Mobilfunks (5G) in Deutschland angeboten werden. 5G steht zudem für die Verschmelzung aller Funk-, Fest- und sonstigen Datennetze, die Integration aller Kommunikations-Infrastruktur.

Akzeptanz für neue Technologien erringen und sichern!

Die Diskussion zum Ausbau dieser Infrastruktur wird fast ausschließlich unter technischen, ökonomischen und Wettbewerbsgesichtspunkten geführt. Kaum eine Rolle spielen durchaus schmerzhafte Erfahrungen mit anderen Infrastrukturprojekten oder der Einführung neuer Technologien, bei denen Akzeptanz, frühzeitige Information und angemessene Einbeziehung der Bevölkerung vernachlässigt wurden. Deshalb empfehlen wir, die Möglichkeiten von Akzeptanzmanagement und Partizipation zu nutzen.

5G-Strategie für Deutschland

Die Bundesregierung hat im Juli 2017 ihre „5G-Strategie für Deutschland“ vorgestellt, in der eine Reihe von Maßnahmen aufgelistet sind, die in naher Zukunft umgesetzt werden sollen. Zusätzlich wurde im Januar ein Sonderprogramm des BMVI über 350 Mio. € gestartet, um Industrie- und Gewerbegebiete sowie Häfen mit Glasfaser zu versorgen. Es kann erwartet werden, dass auch nach der Bundestagswahl das Thema einen wichtigen Platz auf der politischen Agenda der nächsten Jahre einnehmen wird.

Partizipation und Kommunikation

Auch wenn der Ausbau des Breitbandnetzes und die Einführung der 5G-Technologie als „grundsätzlich willkommen“ gelten können, sind mit diesem Ausbau der digitalen Infrastruktur durchaus Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung verbunden. Fundamentale Fragen des Schutzes der Gesundheit vor Strahlenbelastungen werden ebenso eine Rolle spielen wie der Datenschutz, die Wahrung der Persönlichkeitsrechte, aber auch die effiziente Verwendung öffentlicher Mittel.

All dies erfordert eine strategische Informationspolitik, angemessene Partizipation und deren Verknüpfung mit der eigentlichen Projektplanung und Umsetzung.

Lesen Sie hier unser Whitepaper

 

Evaluierung der Projektkommunikation

Evaluierung der Kommunikation von Infrastrukturprojekten

Eine strukturierte und dialogorientierte Projektkommunikation ist ein wesentlicher Baustein für Akzeptanz und Projekterfolg.

Gerade bei langlaufenden Projekten ist eine regelmäßige Evaluierung der Projektkommunikation als Mittel zur Legitimitätssicherung, als Grundlage für ggf. erforderliche Maßnahmen zur Optimierung des Projekts und – nicht zuletzt – als Maßnahme der präventiven Krisenkommunikation ein wichtiges, strategisches Instrument.

Seiner Anwendung steht oft die Ressourcenknappheit entgegen: der zu treibende konzeptionelle Aufwand, der Zeitbedarf und nicht zuletzt das erforderliche, oft nicht unerhebliche Budget. Das Büro Hitschfeld bietet deshalb projektbegleitende Evaluierung von Projektkommunikation künftig auch als „Multi-Client-Projekt“ an. Für ähnlich gelagerte Projekte, zwischen denen es keine Konkurrenz gibt, werden die zentralen, für die Evaluierung relevanten Eckpunkte standardisiert, mit projektspezifischen Elementen kombiniert und ausgewertet.

Damit kann der Aufwand für die projektbegleitende Evaluierung erheblich gesenkt werden – ohne die Aussagekraft der Ergebnisse zu beeinträchtigen.

Bei einer Multi-Client Studie werden mehrere Auftraggeber „gepoolt“, um sich an einer Untersuchung zu beteiligen. Eine solche Untersuchung besteht aus einem gemeinsamen Fragen-/Erhebungsset, das aber für jeden Auftraggeber regional spezifisch erhoben wird. Ggf. kann dieses, für alle Teilnehmer gemeinsame, Fragenset um individuelle Fragestellungen erweitert werden.

Die Teilnehmer an einer Multi-Client-Untersuchung wissen voneinander nur, wenn sie dies ausdrücklich genehmigen. Die erforderlichen Abstimmungen mit jedem Teilnehmer erfolgen jeweils bilateral zwischen dem projektdurchführenden Dienstleister (Büro Hitschfeld) und dem jeweiligen Teilnehmer und sind vertraulich.

Jeder Teilnehmer erhält „exklusiv“ seine Daten und Ergebnisse, ohne dass die weiteren Teilnehmer davon Kenntnis bekommen.

Nach Absprache können die Ergebnisse, z. B. im Rahmen eines Workshops untereinander ausgetauscht und verglichen werden. (Dies kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn keine Wettbewerbssituation der Teilnehmer untereinander besteht.)

Multi-Client-Studien bieten sich deshalb immer an, wenn hochwertige Ergebnisse bei reduziertem Kostenaufwand erzielt werden sollen.

 

Interesse? Gern erläutern wir Ihnen unseren Ansatz ausführlich.