Beiträge

Klimaschutzbericht 2017

Klimaschutzziele bleiben deutlich hinter Erwartungen zurück

Der soeben vom Kabinett beschlossene Klimaschutzbericht 2017 offenbart eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutscher Klimaschutzpolitik. Entgegen dem ursprünglich anvisierten Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, werden wohl nur 32 Prozent erreicht werden können. Und ohne das Ende 2014 eilig ins Werk gesetzte Aktionsprogramm Klimaschutz fielen die Prognosen noch ernüchternder aus. Deutschland hat damit wohl endgültig seine national und international führende Rolle verloren. Es bedarf erheblicher Anstrengungen, um wieder auf den Weg einer verantwortungsvollen und verlässlichen Klimaschutz- und Energiepolitik zurückzukehren. Hitschfeld Büro für strategische Beratung wird dies in seiner Rolle als im Energie- und Umweltbereich tätiges Beratungsunternehmen aufmerksam begleiten.

Zum Klimaschutzbericht 2017 der Bundesregierung…

Was Verbraucher über Smart-Meter denken

Umfrage: Etwa 61 Prozent der Befragten bevorzugen lokale Anbieter – allerdings gilt das vor allem für die Gruppe, die über 60 Jahre alt ist.

Christoph Eichenseer und Uwe Hitschfeld haben sich mit den Ergebnissen der aktuellen Umfrage auseinandersetzt und kommen zu der Schlussfolgerung, dass eine klare, in sich konsistente und auf den Verbraucher abgestimmte Kommunikation zum Thema Smart Meter die Akzeptanz der Einführung der neuen Technologie erhöhen und sichern kann.

Zum Artikel aus der ZfK Zeitung für Kommunale Wirtschaft…

Was heißt Smart Meter auf Deutsch?

Rollout und intelligente Messsysteme sind weiten Teilen der Gesellschaft kein Begriff. Was heißt das für die Kommunikation der Energieversorger mit Endkunden? Das hat eine Studie untersucht.

Zum Artikel auf energiespektrum.de…

Expertentreffen Energiemetropole Leipzig

So geht Zukunft nicht

Ostdeutsches Energieforum

6. Ostdeutsches Energieforum: ein kurzes Resümee

Das ostdeutsche Energieforum fand am 29. und 30. August zum 6. Mal in Leipzig statt. Das sich selbst als die „Denkfabrik der ostdeutschen Energiewende“ beschreibende Forum stand unter der Schirmherrschaft der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypris, die leider nicht persönlich anwesend war.

Auch dieses Jahr waren nach Angaben des Veranstalters rd. 350 TeilnehmerInnen aus Politik, (Energie)Wirtschaft und dem Mittelstand zugegen, um Fragestellungen rund um

  • Bilanz und Ausblick der Energiewende
  • Netzausbau und Speichertechnologien
  • Klimaschutzziele ebenso wie
  • die Rolle der Braunkohle in der Energiewende zu diskutierten.

Bundesminister Peter Altmaier spricht auf dem Energieforum

Bundesminister Peter Altmaier, früherer Umweltminister und nunmehriger Chef des Kanzleramtes, nutzte seinen Keynote-Vortrag dazu, eine positive Bilanz des Regierungshandelns in der vergangenen Legislaturperiode zu ziehen – nicht verwunderlich in der heißen Phase des Wahlkampfes.

Es seien maßgebliche Investitionen in den Infrastrukturbereich getätigt worden. Dies gilt es beim Umbau der Energieversorgung und dem beschleunigten Netzausbau fortzusetzen. Er betonte, dass Strom auch unter den Maßgaben der Energiewende langfristig für Unternehmen und private Haushalte bezahlbar bleiben müsse. Die 5-Stufen-Lösung zur Angleichung der Netznutzungsentgelte bis 2023 solle ein Punkt auf diesem Wege sein. Neue Subventionstatbestände für den Osten, der zweifelsfrei Vorreiter der Energiewende und damit besonders belastet sei, sollen jedoch nicht geschaffen werden.

Über das von ihm, aber auch von anderen Sprechern Gehörte hinaus, gäbe es inhaltlich einiges zu diskutieren, zum Beispiel den Versuch Brandenburgs, sich von den eigenen Klimazielen zu verabschieden wie auch den „Kohlebrief“ der Ministerpräsidenten, den der sächsische Ministerpräsident Tillich auch im Namen der Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen geschrieben hat und dessen Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Energiewende. Besonders durch die Ministerpräsidenten Haseloff, Tillich und Woidke wurde der Wille zum Festhalten am Braunkohlenstrom immer wieder thematisiert und mit Argumenten unterfüttert, die Dr. Graichen, Direktor der Agora Energiewende, jedoch höflich aber bestimmt als Diskussion von gestern bezeichnete.

7-Punkte-Forderungskatalog

Durch die Veranstalter des Ostdeutschen Energieforums wird dem Diskussionsbedarf der Branche mit einem 7-Punkte-Forderungskatalog begegnet:

  1. Systemintegration der Erneuerbaren Energien (EE) und Ausbau der Infrastruktur vorantreiben!
  2. Netznutzungsentgelte reformieren – Standortnachteile Ostdeutschlands beseitigen!
  3. Steuern und staatlich induzierte Belastungen reduzieren!
  4. Strommarkt unter Berücksichtigung ostdeutscher Besonderheiten weiterentwickeln!
  5. Perspektive für die ostdeutsche Braunkohle schaffen!
  6. Ostdeutsche Kompetenz für sichere Gasversorgung erhalten!
  7. Anreize statt Audits: Betriebliche Energieeffizienz fördern!

Bei Punkt 2 hat die derzeitige Regierung, wie auch durch Bundesminister Altmaier und Staatssekretärin Gleicke  in ihren Vorträgen bestätigt, bereits geliefert. Dem Anspruch aber, Denkfabrik der ostdeutschen Energiewende zu sein, wird mit Forderungen, dass Kraftwerkparks auf Basis konventioneller Energieträger integrativer Bestandteil künftiger Strommärkte bleiben müssten und für die Braunkohle Rahmenbedingungen und Perspektiven zu bieten seien, nicht wirklich Rechnung getragen.

Eine mutige, gestaltend in die Zukunft gewandte und innovative Diskussion wird dieser Forderungskatalog daher kaum auf den Weg bringen.

Immer wieder blitzt in der Debatte die Forderung auf, das Thema Energiewende sektorenübergreifend zu diskutieren und den Wärme- und Mobilitätsmarkt einzubinden.

Es wäre Zeit für mehr Ehrlichkeit und eine verantwortungsvolle Klima- und Energiepolitik.

Ein Signal in diese Richtung ging vom ostdeutschen Energieforum nur verhalten aus.

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