dena-Energiewende-Kongress 2019 in Berlin

dena-Energiewende-Kongress 2019: Grüßt täglich das Murmeltier?

Anmerkungen zum Energiewende-Kongress 2019 der dena in Berlin

Man könnte beeindruckt sein von den entschlossenen Bekundungen der Spitzenvertreter von Wirtschaft und Politik, die Energiewende voranzutreiben. Wäre da nicht das Gefühl, so etwas nicht zum ersten Mal gehört zu haben.

Jetzt also wirklich und mit vereinten Kräften? Auf der Basis des vielgescholtenen Klimapakets der Bundesregierung? Und warum sollte man den altbekannten handelnden Personen glauben, jetzt plötzlich für den Klimaschutz und die Energiewende zu brennen?

Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass ein großes Projekt auch seine Zeit hat, eine „kritische Masse“ bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung (Fridays for Future sei Dank!) erreicht haben muss und in einer demokratischen Gesellschaft eben länger um Lösungen und Kompromisse gerungen werden muss.

Hoffnung macht, dass viele Vertreter der Wirtschaft mutiger und entschlossener zu sein scheinen, als die Politik. „Wir könnten mehr – wenn die Politik uns nur lassen würde“, hörte man vom Podium und auf den Fluren des Kongresszentrums.

Und so will der interessierte Kongressbesucher dem Vizekanzler und Finanzministier Olaf Scholz  glauben, der in seiner Eröffnungsrede davon spricht, dass beim Klimaschutz die Phase der „heißen Luft“ nun überwunden sei und es jetzt endlich zum konkreten, politischen Handeln komme.

Man möchte ihm so gern glauben…

Zur Akzeptanz-Debatte auf dem Dena-Energiewende-Kongress regte Nicole Weinhold, Chefredakteurin von ERNEUERBARE ENERGIEN, mehr Bürgerbeteiligung statt vergifteter Diskussion an. Für ihren Artikel „Wenn Politiker predigen, wie schlimm die Windkraft sei“ nimmt Sie auch Bezug auf das Impulsreferat „Partizipation als Allheilmittel?“ von Uwe Hitschfeld.

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