Einträge von Uwe Hitschfeld

Partizipationssteuerung: Notwendigkeit und Möglichkeiten an einem aktuellen Beispiel

Mit der Partizipation („Bürgerbeteiligung“) ist das so eine Sache. Sie ist eine gesellschaftliche Norm: es ist gut und gesellschaftlich erwünscht, wenn sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger engagieren. Auf der anderen Seite erfolgt Partizipation praktisch nie ohne akteurs- und projektspezifisches Ziel. Jeder, der Partizipation organisiert und durchführt, verfolgt damit einen Zweck. Und das ist grundsätzlich […]

dena-Energiewende-Kongress 2019: Grüßt täglich das Murmeltier?

Anmerkungen zum Energiewende-Kongress 2019 der dena in Berlin Man könnte beeindruckt sein von den entschlossenen Bekundungen der Spitzenvertreter von Wirtschaft und Politik, die Energiewende voranzutreiben. Wäre da nicht das Gefühl, so etwas nicht zum ersten Mal gehört zu haben. Jetzt also wirklich und mit vereinten Kräften? Auf der Basis des vielgescholtenen Klimapakets der Bundesregierung? Und […]

Gastbeitrag erschienen: Chancen und Grenzen des „Partizipationsbooms“

Mehr Formen der politischen Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern haben sich heute fast alle politischen Akteure auf die Fahnen geschrieben. Die Bandbreite der befürworteten Verfahren und Gegenstände ist dabei sehr groß. Aber führen die viele Beteiligungsformen der modernen Demokratie wirklich zu mehr Vertrauen? Gemeinsam mit Prof. Dr. Astrid Lorenz und Prof. Dr. Christian Hoffmann (beide […]

„Reallabore der Energiewende“: Kommunikation nicht erst, wenn‘s brennt…

Kommen die „Reallabore der Energiewende“ des BMWi wirklich ohne Kommunikation, Partizipation und Akzeptanzmanagement aus? Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht (auch) von ermutigenden Dingen zum Wirtschaftsstandort Deutschland erfahren. Man beschwört die Innovationskraft des Landes und die Notwendigkeit, klug in Infrastruktur und Bildung zu investieren. Gerade die Debatte um den mit dem Ausstieg aus […]

(K)ein Fazit

Zurück am heimatlichen Schreibtisch versucht man mit müdem Kopf Eindrücke zu sortieren und zu bewerten. Natürlich nicht im Sinne eines umfassenden, abgewogenen Fazits. Eher als Versuch, eine Struktur für sich selbst zu finden. Also: Kein politischer Konsens in koreanischer Wiedervereinigungspolitik In der westdeutschen Innenpolitik war das „deutsch/deutsche Thema“ wenig kontrovers und über die Jahre hinweg […]

Todesstreifen und Disneyland in der DMZ

Die Grenze nach Nordkorea, besser: die „Demilitarisierte Zone“, liegt nicht einmal eine Stunde Busfahrt von Seoul entfernt. Als (Ost-)Deutscher ist es immer etwas speziell, wenn man sich einer „richtigen“ Grenze nähert. Eine Grenze, die anders ist als jene, die der Schengenraumbewohner von heute im Alltag kaum noch wahrnimmt. Diese Grenze hier ist nun wirklich eine […]

Abseits der Politik: Beschwerliche Dinge des Alltags

Essen mit Stäbchen ist so eine Sache und mancher soll schon vor vollem Teller verhungert sein. Koreanische Restaurants halten eine besondere Tücke für den Gast bereit: Die Stäbchen sind aus Metall, dünner und auch viel glatter als einfache Holzstäbchen. Sie drehen sich leicht in der Hand und sind für manches Gemetzel verantwortlich, das der ungeübte […]

Auch im Süden: Abschottung und Misstrauen

Das „Staatssicherheitsgesetz“ ist älter als die südkoreanische Verfassung. Es entstand in den 1950er Jahren unter dem Eindruck innerer Unruhen in Südkorea. Das Gesetz besteht noch immer. Es sorgt (auch) für eine weitgehende Abschottung des Südens gegenüber dem Norden. Nordkoreanische Zeitungen sind auf dieser Grundlage in Südkorea verboten, Rundfunk und Fernsehen sind blockiert. Es steht unter […]