Während eine überwältigende Mehrheit von 94 Prozent der Befragten („stimme zu“ bzw. „stimme teilweise zu“) Politik, Verwaltung und Unternehmen in der Pflicht sieht, über Projekte zu informieren, argwöhnen gleichzeitig 66 Prozent der Befragten, dass die Informationen zu diesen Projekten oft nicht mehr als ein Feigenblatt seien. Der extrem hohen Erwartungshaltung steht also ein substanzielles Misstrauen in Bezug auf die Redlichkeit der Absender der Informationen gegenüber. Dies korrespondiert auch mit den Aussagen vorangegangener Untersuchungen. Neben der von uns definierten Partizipationskluft, also der Diskrepanz zwischen der (mit ca. 60 Prozent nach wie vor hohen) Bereitschaft sich zu engagieren und der gleichzeitigen Einschätzung, dass man mit diesem Engagement seine Anliegen nicht zur Geltung bringen kann, sehen wir zudem eine Lücke zwischen der Erwartung der Menschen an umfassende Informationen einerseits und dem mangelnden Vertrauen in gewährte Transparenz („Informationen sind ein Feigenblatt“, oder „den Informationen ist nicht zu trauen“, andererseits (vgl. auch Auswertung Januar- und Februar-Umfrage).

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