Der Wunsch seitens der Bürger nach Partizipation bei der Durchführung von Projekten ist keine Modeerscheinung, sondern ein stabil verankertes Bedürfnis. Das geht aus unserer einjährigen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ hervor, deren Abschlussbericht wir jetzt vorgelegt haben.

Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg war jeder zweite Deutsche dazu bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Im August 2013 hatte dieser Wert bei 56,4 Prozent gelegen. Die Erhebungen mit drei Kernfragen haben im Monatsrhythmus stattgefunden. Fester Bestandteil dabei war die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen bzw. Statements variierten inhaltlich rund um den Themenkomplex Akzeptanz, öffentliches Vertrauen, Transparenz und Partizipation. Uns haben nicht nur die aktuellen Einstellungen der Befragten interessiert, sondern vor allen Dingen ob und wie sich Meinungen und Einstellungen von Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg verändern.

Die abschließende Zusammenfassung der zwölf, im Monatsrhythmus durchgeführten Untersuchungen, zeigt, dass es – unabhängig von tagesaktuellen Ereignissen – eine große Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung gibt. In einer Zeit von Skandalisierungen und mediengetriebenen Aufgeregtheiten halten wir dies für eine gute Nachricht.

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