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Jazz ist international. In Seoul ist das Publikum nur unter 30 – geringe "Zauseldichte".

Musik verbindet – Jazz ist international

In Seoul gibt es eine lebendige, junge Jazz-Szene. Was dem Gast aus Leipzig auffällt: Nicht nur junge Musiker, auch das durchaus kundige Publikum ist eher „U 30“. Geringe „Zauseldichte“. Toll!

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Gastgeschenke: Gewandhaus und Thomaner im Gepäck

Auf dem Weg nach Seoul: Bevor es wirklich losgeht

In den letzten Tagen haben nach und nach Informationen, Hinweise und formulierte Erwartungen den Weg von Seoul nach Leipzig gefunden. Es mag für die Teilnehmer des Seminars „Erfahrungen mit der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“ eine Veranstaltung von vielen sein – für mich ist es das ganz sicher nicht.

Etwa 20 Beamte aus unterschiedlichen Behörden und Ministerien wollen also wissen, wie das vor 30 Jahren war und wie es heute so ist, in Deutschland. Nichts leichter als das – wieviel Zeit haben Sie eingeplant?

Um etwas Struktur in unsere Gedanken und Vorbereitung zu bekommen, haben wir darum gebeten, man möge uns vorab einige „Orientierungsfragen“ schicken, auf die wir uns einstellen können. Keine gute Idee! Jetzt haben wir nicht weniger als 15 Seiten (!) Fragen, kluge Fragen erhalten, die jetzt wie Blei auf dem Schreibtisch liegen.

Was weiß ich denn über die „Vereinbarungen zur Gewährleistung der Cybersicherheit zwischen Ost und Westdeutschland während der Vereinigung“? Gab es sowas? Oder die wesentlichen „Probleme der Forstwirtschaft in Ost und West während des Vereinigungsprozesses“? Und was waren doch gleich die „Hauptstrategien bezüglich der niedrigen Geburtenraten und gegen die Überalterung der Gesellschaft“?

Es scheint so, als würden wir ein vielseitig interessiertes Publikum erleben. Hoffentlich werden wir der Erwartung gerecht!

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Prof. Dr. Andreas Schulz (© Gert Mothes) | Büro Hitschfeld

Büro Hitschfeld im Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Schulz/Gewandhaus Leipzig

Name: Andreas Schulz

Alter: 57

Wohnort: Leipzig

Beruf: Gewandhausdirektor

Hobbys: Lesen

…Jetzt mal ehrlich, diese Diskussion um Bürgerbeteiligung und Akzeptanz – ist das nicht eine dieser Moden, die bald wieder von der nächsten Sau abgelöst wird, die durch unser virtuelles Dorf getrieben wird?

Nein, ich finde Bürgerbeteiligung ein wichtiges Instrument um Akzeptanz und letztendlich auch Identifikation mit einer Entscheidung zu erhöhen. Die Menschen haben heute vielfältige Möglichkeiten sich über ein Thema umfassend informieren. Und wenn es sie berührt, dann tun sie dies auch. Bürgerbeteiligung im Vorwege einer Entscheidung ist durchaus komplex, aber wichtig. Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sollten dies vielmehr beachten und Bürgerbeteiligungen da, wo es inhaltlich angebracht und relevant ist, zeitlich gut strukturiert planen.

… Allzu viel ist ungesund! Überfordern wir die Bevölkerung nicht mit immer mehr und immer neuen Angeboten von Partizipation und Aufrufen zu bürgerschaftlichem Engagement?

Partizipation um ihrer selbst willen ist nicht Ziel, dann sollte man sie lieber weglassen. Aber bürgerschaftliches Engagement können wir nicht genug befördern und anregen. Wir leben in einer Demokratie und unsere Gesellschaft sollte sich einbringen, sich engagieren und Position beziehen. Schweigende Bürgerinnen und Bürger bringen unser Land nicht voran. Wir alle tragen Verantwortung.

… Wo ist das Problem? Warum ist es eigentlich so schwierig, mit Bürgerinnen und Bürgern sachlich und konstruktiv in einen Dialog zu kommen?

Wer behauptet denn, dass das schwierig ist? Ich bin davon überzeugt, dass es nicht so ist. Wenn wir bewusst zuhören, andere Meinungen respektieren, wenn wir einen wertschätzenden Umgang in einem Dialog pflegen, die anderen ausreden lassen und einfache kommunikative Regeln im Miteinander beachten, ist schon vieles gewonnen. Mit Unsachlichkeit, Pöbeln, Schreien und Nicht-Zuhören kommen wir niemals in einen konstruktiven Dialog.

… Was das kostet! Können wir uns den ganzen Aufwand überhaupt leisten, den wir mit Information, Bürgerbeteiligung und Akzeptanzmanagement heute treiben?

Ja natürlich, weil die Kosten einer anschließenden Schadensbegrenzung nach einer Entscheidung oft sehr viel höher sind, als die finanzielle und zeitliche Investition in ein vernünftiges Akzeptanzmanagement. Wir sollten die Bürger sehr viel ernster nehmen und sie nicht unterschätzen.

… Und wann ist man erfolgreich? Wann ist – aus Ihrer Sicht – Bürgerbeteiligung tatsächlich gelungen?

Wenn man das befolgt, was ich zuvor mit wenigen Worten beschrieben habe. Nicht jedes Thema eignet sich für eine Bürgerbeteiligung. Aber dort, wo es angebracht ist, sollte man mittels eines partizipativen Verfahrens mindestens Verständnis für eine Entscheidung generieren. Sollte das Ergebnis sogar Akzeptanz und bestenfalls Identifikation auslösen, weil die Bürgerinnen und Bürger gehört wurden und sich mit ergänzenden Ideen einbringen konnten, umso besser. Dann sind alle zufrieden.

Und dann hätten wir noch ein paar persönliche Fragen:

Unterscheiden Sie zwischen Erfolg und Zufriedenheit?

Mit meiner Arbeit kann ich durchaus sehr zufrieden sein, weil ich Sie professionell und engagiert mache, was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass jedes Projekt, was ich gut durchdacht und vorbereitet habe, auch ein erfolgreiches Ergebnis hervorbringt.

Was wären Sie gern (beruflich), wenn Sie nicht das wären, was Sie heute sind?

Ich bin mit größter Begeisterung Gewandhausdirektor und liebe diese Tätigkeit. Wenn ich während meines Studiums nicht die Möglichkeit gehabt hätte, ins Musikmanagement einzusteigen, dann wäre ich heute Kirchenmusiker.

Welches Hobby hätten sie gern (das Sie heute nicht ausüben)?

Regelmäßig Orgel und Cembalo spielen.

Katharina und Uwe Hitschfeld mit Markus Wulftange vom Verein Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e. V und Jan Klemm, Geschäftsführer der Advelio Vermögenstreuhand GmbH | Büro Hitschfeld

Großer Erfolg des Benefizkonzertes zu Gunsten der Elternhilfe krebskranker Kinder e. V.

Wir gratulieren allen Organisatoren, Sponsoren und Spendern für ein umwerfendes Ergebnis des Benefizkonzertes zu Gunsten der Elternhilfe krebskranker Kinder. 110.000,– Euro sind das Ergebnis eines schönen Abends im Gewandhaus zu Leipzig. Am Rande des Abendprogramms hatten Katharina und Uwe Hitschfeld Gelegenheit mit Markus Wulftange, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising beim Verein Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e. V., sowie dem Geschäftsführer der Advelio Vermögenstreuhand GmbH, Jan Klemm, ins Gespräch zu kommen.

Gewandhausorchester Leipzig lädt zum sponsor's club Abend 2019 | Büro Hitschfeld

Gewandhausorchester Leipzig lädt zum sponsor’s club Abend 2019

Alljährlich bedankt sich das Gewandhausorchester Leipzig bei den Mitgliedern seines sponsor’s club für die treue und tatkräftige Unterstützung mit einem kulturell wie kulinarisch bestechenden Abendprogramm. Als Advanced Partner warf auch das Büro Hitschfeld einen Blick auf das zurückliegende Konzertjahr und ließ sich für kommende Veranstaltungen begeistern. Für einen überaus lehrreichen und vergnüglichen Abend sorgten diesmal der Pianist und Komponist Steffen Schleiermacher sowie der in Leipzig arbeitenden Maler, Zeichner und Graphiker Michael Triegel. Zuvor hatte Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons selbst zur Trompete gegriffen, um die Sponsoren zu begrüßen und den Abend zu eröffnen.

Der Gewandhausorchester Sponsor’s Club

von Christian Fanghänel

Leiter Marketing des Gewandhauses zu Leipzig

Kultursponsoring ist im Vergleich zu Sportsponsoring eine Nische und für die Kulturbetriebe in der Regel ein hartes Pflaster. Für große Musikinstitutionen wie das Gewandhaus ist es mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Finanzierungsquelle im Geschäftsbetrieb, die über die vergangenen Jahre immer mehr erschlossen und professionalisiert wurde.

Im Gewandhausorchester Sponsor’s Club ist diese Entwicklung anschaulich nachweisbar. Waren vor der Gründung des Clubs 2005 noch Sponsoren in losen und sich stark unterscheidenden Partnerschaften beim Gewandhaus engagiert, wurde dann zusammen mit Unternehmern und Vertretern der Kammern ein transparentes Sponsoringkonzept erarbeitet und aufgesetzt, das in den Fundamenten noch bis heute erkennbar ist. Es spiegelt die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaftakteure und wird bis heute unter Beratung der Sponsoren nach Bedarf verfeinert und optimiert.

Grundlage dieses Konzeptes war die Gründungsgeschichte des Gewandhausorchesters, denn damals finanzierten 16 engagierte Leipziger Bürger 16 Musiker. Und mit dem bürgerlichen Gemeinsinn der Leipziger konnte 1743 wie auch heute vieles bewegt werden. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Gewandhaus Sponsors Clubs schlossen zahlreiche Unternehmer aus Leipzig Sponsoringpartnerschaften mit dem Gewandhaus ab, unter anderem Katharina und Uwe Hitschfeld mit ihrem Büro für strategische Beratung. Beide entschieden sich zunächst für eine Classic Partnerschaft mit einem Engagement von 5.000 Euro, heute sind sie Advanced Partner (20.000 Euro).

Bricht man den Sinn und Zweck eines Sponsorings am Gewandhaus herunter, geht es darum Musik zur Freude der Menschen, der Leipziger Bürger zu ermöglichen. Das ist eine Aufgabe, die das Gewandhausorchester in drei Spielstätten, dem Gewandhaus, der Oper Leipzig und der Thomaskirche nachkommt. Im Jahr 2016 waren es 16 Sponsoren insgesamt im Club und seither ist die Zahl ständig gewachsen, sodass heute 64 Unternehmen das Gewandhaus unterstützen, sei es mit Geldleistungen oder mit Sachleistungen. Der Wert dieser Engagements liegt derzeit bei ca. 2 Mio. Euro. Das ist im Vergleich mit anderen Konzerthäusern Deutschlands eine respektable Summe.

In zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern wird klar, dass die klare Struktur des Gewandhausorchester Sponsor’s Clubs ein überzeugendes Kriterium für ein Zustandekommen einer Partnerschaft ist. Vier Leistungsstufen zählt der Club: Classic, Advanced, Premium (50.000 Euro), Global (350.000 Euro) und er soll maximal 64 Partner haben, denn nur so kann eine Exklusivität ermöglicht werden. Je nachdem, in welcher Stufe sich ein Unternehmen engagiert, werden transparente Leistungsmodule angeboten, u.a. die Module Präsenz, Image, Konzert, Erlebnis und Medienrechte. In der höchsten Stufe bekommen Unternehmen die meisten Leistungen.

Das Besondere ist aber, das man schon als Classic-Partner umfangreiche Leistungen erhält, die einen Mediawert von 5.000 Euro weit übersteigen. So finden sich beispielsweise Markenrechte für den Sponsor, Werberechte in den Kommunikationskanälen des Gewandhauses, ein Kartenkontingent für die Großen Concerte und Besuche der Generalproben. Allein die Zahl der Classic-Partner (47) zeigt, dass Unternehmen hier für Ihr Engagement wirklich einen Mehrwert für Ihre Kunden und Mitarbeiter bekommen. Das Büro Hitschfeld hat sich vor wenigen Jahren für die nächst höhere Stufe entschieden. Das war auch ein Bekenntnis zum Gewandhausorchester und spiegelt ihr Vertrauen in das Management des Gewandhauses wider. Darüber hinaus profitiert das Büro Hitschfeld von den damit verbundenen höheren Leistungen.

Die Sponsoringerlöse werden nämlich ausschließlich für besondere künstlerische Projekte, Musikvermittlung und Tourneen eingesetzt. Das hilft am Ende nicht nur dem Gewandhausorchester, sondern der ganzen Stadt Leipzig. „Wir fühlen uns sehr gut betreut im Sponsor’s Club und können diese Form des Engagements nur weiterempfehlen“, sagte mir  Katharina Hitschfeld mit sichtlichem Stolz auf ihr Gewandhausorchester. Und darüber wiederum freut sich unser Haus.

Kulturelle Extraklasse überzeugt auch wirtschaftlich

Als stolzes Mitglied im Sponsors Club Gewandhaus Leipzig gratulieren wir herzlich zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2017. „Unser“ Gewandhaus hat entscheidenden Anteil an Leipzigs hervorragendem Ruf als traditionsreiche und zugleich zukunftszugewandte Musikstadt. Umso mehr freut es uns, das erstklassige Kulturangebot auf soliden wirtschaftlichen Füßen zu wissen – einmal mehr im Jubiläumsjahr 2018. Lesen Sie den vollständigen LVZ-Artikel […]

21. Gewandhauskapellmeister: Willkommen Andris Nelsons | Büro Hitschfeld

21. Gewandhauskapellmeister: Willkommen Andris Nelsons!

Zur Einführung von Andris Nelsons in das Amt des Gewandhauskapellmeisters

Im Jahr seines 275. Bestehens bekommt das Gewandhausorchester einen neuen Chefdirigenten. Die Musikwelt schaut – einmal mehr – auf Leipzig. Aber auch in der Musikstadt Leipzig selbst ist der Maestro präsent und das liegt nicht nur an der allerorten wahrnehmbaren Plakatierung. Stolz liegt in der Luft, Freude auf das musikalisch Kommende, eine Erwartungshaltung, wie der mit internationalem Furor Ausgestattete das Wirken an seinen Wirkungsstätten in Leipzig und Boston miteinander verschränken wird.

Jeder Chefdirigent – hier heißt man wunderbar aus der Zeit gefallen und doch so aussagekräftig „Kapellmeister“ – muss in Leipzig mehr sein, als ein exzellenter Dirigent. Mit dem Amt repräsentiert er auch die Einrichtung, die für Leipzig wie kaum eine andere identitätsstiftend ist. Die damit verbundenen Erwartungen sind groß.

Jeder Kapellmeister hat diese Aufgabe in seiner Zeit anders angenommen und ausgefüllt. Und dass der „Gewandhauskapellmeister – nach dem Oberbürgermeister – der zweitwichtigste Mann in Leipzig sei“, wie Herbert Blomstedt einmal sagte, mögen deshalb manche Kapellmeister – aber auch Leipzigerinnen und Leipziger – gelegentlich andersherum gesehen haben.

Gibt es also wieder etwas, was von dem 275-jährigen Orchester und seinem 39-jährigen Dirigenten ausgehen kann, was über die Musik hinausreicht?

Vielleicht ist es die Zusammenarbeit mit Boston und dem Boston Symphony Orchestra, die in unserer Zeit einen solchen wichtigen Akzent setzt. Der Blick über den lokalen, regionalen, ja nationalen Tellerrand hinaus. Die Vorfreude auf Austausch, Anregung, Unterhaltung und Bildung at its best. Hinzukommen mag die Freude und Neugier an der Verknüpfung alter Tradition mit einem Künstler der jungen, experimentierfreudigen und neue Grenzen auslotenden Generation.

Das Büro Hitschfeld ist dem Gewandhaus seit vielen Jahren eng verbunden. Wir freuen uns auf die Zeit mit Andris Nelsons.

Katharina + Uwe Hitschfeld und Team

Gewandhaus setzt auf Tradition der Moderne

Andris Nelsons “Musik muss die Welt ein Stück besser machen“, sagt der designierte und künftige 21. Gewandhauskapellmeister bei der Vorstellung des Programmes zum 275jährigen Jubiläum des Gewandhausorchesters. Brücken wird es schlagen, dieses Programm, mit diesen begeisterten und begeisternden Machern. Ein neuer Wind soll die Begeisterung für Musik in die Leipziger Stadtteile und in die Welt tragen.

Zum Artikel der Leipziger Volkszeitung…