Hitschfeld und BMVI entwickelten ein Kinderbuch zum Thema Lärmschutz im Schienenverkehr.

Ein wirklich besonderes Projekt

Hitschfeld und BMVI entwickelten ein detailreiches, liebevoll gestaltetes Kinderbuch zum Thema Lärmschutz im Schienenverkehr.

Das Büro Hitschfeld betreut seit mehreren Jahren das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Projekt „Lärmschutz im Schienenverkehr“. Bei der Vorbereitung des „Tages der offenen Tür“ Ende August wurden wir mit einer für uns neuen Aufgabe konfrontiert: Entwicklung eines Kinderbuches zum Thema „Lärmschutz“.

Was macht also ein Buch zu einem guten Kinderbuch? Kinder wollen verstehen. Kinder wollen schmökern. Kinder lieben Helden. Und kleine Hunde. Aus diesem Erkenntnis-Mix entstand die Alltagsgeschichte „Anna und Leon brauchen einen Wecker“. Da die beiden Schulkinder bisher immer vom Bremsen des 7-Uhr-Zuges geweckt wurden, wundern sie sich eines Tages, warum sie verschlafen. Sie gehen auf die Pirsch, um nach dem Grund zu suchen. Und finden im Laufe ihrer Expedition zum Bahndamm die Antwort: eine Lärmschutzwand. Diese und andere Lärmschutzmaßnahmen erläutert ihnen Ingenieurin Clara. Am Schluss sind Anna und Leon und auch Hund Stöpsel überzeugt: Sie brauchen jetzt einen Wecker, um künftig pünktlich zur Schule zu kommen.

Für die bildliche Umsetzung beauftragte das Büro Hitschfeld die erfahrene Berliner Kinderbuchillustratorin Bianca Schaalburg. Sie entwarf eine kindgerechte Entdeckungslandschaft rund um den Text, die so aussagestark wie amüsant und voller liebevoller Details zum Schmökern einlädt. Zu Lieblingsseiten des Teams wurden während der Arbeit die historische Rückblickseite auf Umwelt und Verkehr von anno dazumal sowie die „Dezibel-Lehre“ – vom Staubsauger bis zum Mückenanflug.

Chinesische Investitionen in die deutsche Infrastruktur – auch – ein Akzeptanzproblem? | Büro HItschfeld

Chinesische Investitionen in die deutsche Infrastruktur – auch – ein Akzeptanzproblem?

Ende Juli brachte die Bundesregierung in einem unorthodoxen Manöver die KfW ins Spiel, um die Übernahme eines 20 %-Anteils am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz durch den staatlichen chinesischen Netzbetreiber State Grid zu verhindern. Nun erwägt Bundeswirtschaftsminister Altmaier, die Außenwirtschaftsverordnung zu verschärfen, um auch bei kleineren Beteiligungen chinesischer Unternehmen ein Veto einlegen zu können.

Die Aktivitäten chinesischer Unternehmen in Deutschland sind ein heiß umstrittenes Thema. Dabei ist auffällig, dass der gesellschaftliche Diskurs weit über politisch-strategische Abwägungen hinausgeht. Es gibt offenbar erhebliche Vorbehalte gegen potenzielle chinesische Investitionen in die deutsche Infrastruktur, aber auch darüber hinaus.

Woran liegt das? Was unterscheidet chinesische von französischen, kanadischen oder schweizer Investitionen?

Ein wesentlicher Aspekt sind die oft unklaren Eigentümerverhältnisse, die Rolle der Partei- und Staatsführung in den agierenden Unternehmen bzw. ihr Zugriff auf diese. Es liegt auf der Hand, dass politisch beeinflusste Unternehmen nicht allein aus betriebswirtschaftlichem oder wirtschaftsstrategischem Kalkül handeln, sondern eben auch die Interessen des Staates oder der staatstragenden Partei verfolgen. Dazu kommen die begrenzten Möglichkeiten auf die Handlungen dieser Unternehmen oder ihrer Eigentümer im Konfliktfall tatsächlich Einfluss zu nehmen oder diese wirksam zu sanktionieren. (Man stelle sich die Vertreter eines deutschen kommunalen Zweckverbandes in der Auseinandersetzung mit einem chinesischen oder russischen Konzern vor!)

Auch hat das Gebaren chinesischer Unternehmen in der Vergangenheit zur Entstehung des gegenwärtigen Klimas maßgeblich beigetragen. Nicht gehaltene Versprechen, diffuse Absichtserklärungen, großspuriges Auftreten und wechselnde Ansprechpartner mit unklaren Entscheidungskompetenzen haben vorhandene Vorbehalte in der deutschen Bevölkerung, der Politik und den Unternehmen verstärkt. In der jüngeren Geschichte der Flughäfen Lübeck und Parchim, aber auch Frankfurt-Hahn lässt sich diese Herangehensweise gut beobachten.

Für chinesische Unternehmen ist es deshalb nun wichtiger denn je, ihre Aktivitäten in Deutschland ganzheitlich aufzustellen und dabei die Strukturen der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung in einer föderalen Demokratie zu berücksichtigen. Die kritische Analyse der Vorbehalte und Interessenlagen, das Selbstverständnis der jeweiligen Region, die Identifikation der relevanten Stakeholder (einschließlich der Arbeitnehmer!), die Analyse der Medienlandschaft und eine darauf aufbauende Kommunikationsstrategie sind – neben der Befassung mit dem Target – wichtige Voraussetzungen für einen Projekterfolg.

Chinesische Unternehmen müssen Präsenz vor Ort zeigen und frühzeitig mit relevanten Stakeholdern in den Dialog treten. Wenn sie ihr Unternehmen vorstellen, ihre Unternehmenskultur erklären und ihre Pläne anschaulich machen, können sie negative Stereotype ausräumen und die Akzeptanz für ihr Vorhaben erhöhen. Statt direkt den Geldbeutel auf den Tisch zu werfen, müssen chinesische Unternehmen frühzeitig Kontakte knüpfen und Vertrauen aufbauen. Die fortlaufende Kommunikation in jedem Schritt des Prozesses hilft dann Schwierigkeiten zu lösen, bevor sie zu ernsthaften Problemen werden.

Ein umfassendes Verständnis der lokalen Gegebenheiten und intensive Interaktion mit Stakeholdern vor Ort sind essenziel für den Erfolg. Hier können deutsche Partner die chinesischen Unternehmen unterstützen und ihren Projekten zum Erfolg verhelfen.

Studie zur Auswirkung der Beschleunigung im Netzausbau auf den Umweltschutz

„Evaluierung des gestuften Planungs- und Genehmigungsverfahrens Stromnetzausbau im Hinblick auf seine Wirksamkeit für den Umweltschutz – juristisch, planerisch, technisch“ – so der komplexe Name für ein nicht minder komplexes Projekt, welches das Büro Hitschfeld aktuell gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Höch & Partner und SWECO für das Umweltbundesamt (UBA) vorlegt.

Der Ausbau der deutschen Stromnetze ist zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen der  Energiewende. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber vielfältige Anstrengungen unternommen, um den Planungs- und Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Gleichzeitig sollten die Ansprüche an Partizipation der Bevölkerung einerseits sowie die Belange des Umweltschutzes andererseits weiterhin Berücksichtigung finden. Kann dies gelingen, oder liegt hier ein Zielkonflikt vor?

Rund um diese Fragestellung formulierte das Umweltbundesamt (UBA) ein umfangreiches Evaluationsprojekt, das vom Büro Hitschfeld gemeinsam mit der auf Energierecht spezialisierten Anwaltskanzlei Höch und Partner und der SWECO umgesetzt wurde.

Dafür wurden die Beschleunigungselemente beschrieben und in einem mehrstufigen Verfahren durch ExpertInnenen aus Genehmigungsbehörden, Vorhabenträgern, Umweltverbänden und weiteren Beteiligten, bewertet.

In der Summe ergeben die Daten ein sehr differenziertes Bild zum Einfluss der Beschleunigungselemente aufs das primäre Ziel, mit dem sie formuliert wurden, nämlich einer Erhöhung des Genehmigungstempos, aber auch auf mögliche – positive wie negative – Auswirkungen auf den Umweltschutz.

Neben der Bewertung der legislativen Elemente, die für eine Verfahrensbeschleunigung sorgen sollen, traten auch eine Vielzahl von Faktoren zu Tage, die in der täglichen Praxis normative Kraft entfalten, auch wenn sie nicht im juristischen Kanon aufgeführt sind.

Die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen, Thesen und Vorschläge sollen einen substantiellen Beitrag für die aktuelle Debatte um die weitere Beschleunigung des Netzausbaus leisten.

Die Studie wird vom Umweltbundesamt in den nächsten Tagen veröffentlicht und auf der Tagung „Wissenschaftsdialog“ der Bundesnetzagentur BNetzA am 20. und 21.September in Bonn vorgestellt.

Preis der 25. Leipziger Jahresausstellung dem Ehrenbürger der Stadt Leipzig Herrn Dr. Hinrich Lehmann-Grube gewidmet | Büro Hitschfeld

25. Leipziger Jahresausstellung

Preis 2018 ist dem Ehrenbürger der Stadt Leipzig Herrn Dr. Hinrich Lehmann-Grube gewidmet

Mit der Leipziger Jahresausstellung ist 1992 eine alte Tradition aufgelebt. Bereits in den Jahren 1910 bis 1927 fanden Ausstellungen dieser Art statt, seit 1912 u. a. unterstützt durch Max Klinger. Der Verein Leipziger Jahresausstellung e. V. leistet damit als unabhängige Vereinigung von Künstlern und Bürgern einen Beitrag zur Erweiterung des Kunstangebotes in der Stadt Leipzig und setzt die Tradition der bürgerlichen Kunstförderung fort. Der Preis der diesjährigen Ausstellung ist dem 2017 verstorbenen ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Herrn Dr. Hinrich Lehmann-Grube, gewidmet. Der Katalogtext über den „Namenspatron“ der „Silbernen“ Ausstellung  entstammt der Feder von Uwe Hitschfeld.

Die Ausstellung in der Leipziger Wollkämmerei (Spinnereistraße 7) hat geöffnet vom 17. August bis 2. September.

Zum Katalogtext

 

127. lunch club mit Prof. Dr. Stephan Stubner

Als lunch speaker im August konnten wir den Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management Herrn Prof. Dr. Stephan Stubner gewinnen.
Vor „vollem Haus“ sprach Prof. Stubner über die Herausforderungen der Digitalisierung und Digital Hub Initiative und welche Chancen sich daraus für die Region ergeben. Herzlichen Dank für einen aufschlussreichen Vortrag!

Christoph Eichenseer im Interview bei MDR Aktuell | Büro Hitschfeld

Christoph Eichenseer im Interview bei MDR Aktuell

Christoph Eichenseer im Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk über Kommunikation Stromnetzausbau: Leider ist der Rundfunk-Beitrag in der MDR-Mediathek nicht mehr verfügbar.

Kohle-Klimacamp in Pödelwitz: Anmerkungen zu einem politischen Diskurs | Büro Hitschfeld

Klimacamp in Pödelwitz: Anmerkungen zu einem politischen Diskurs

Ein Beitrag von Katharina Hitschfeld

In der vergangenen Woche fand im sächsischen Pödelwitz ein mehrtägiges Klimacamp statt, in dem junge Leute auf die Folgen des Braunkohleabbaus, der Braunkohleverstromung und die Bedeutung des Klimaschutzes hinwiesen. In brütend heißen Tagen bauten sie ihre Zeltstadt in einem Dörfchen auf, das bald nicht mehr existieren, sondern dem Abbau der Braunkohle im mitteldeutschen Revier durch die MIBRAG weichen soll.

Mit friedlichem Protest, Veranstaltungen, Events und unterstützt durch namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Kirche machten die überwiegend jungen Leute auf ihr Anliegen aufmerksam: mehr Klimaschutz, Ausstieg aus der Kohleverstromung und – damit – Erhalt von Pödelwitz.

Mehrere Dinge fallen auf:
Viele – meist junge – Leute mischen sich konstruktiv und weitgehend friedlich in einen gesellschaftlichen Diskurs ein. Das ist uneingeschränkt zu begrüßen und verdient alle Unterstützung! Fast noch wichtiger ist, dass die Aktion nicht auf eine Gruppe begrenzt war, sondern Unterstützer in anderen Bereichen der Gesellschaft und in anderen Altersgruppen fand.

Überregionale Aufmerksamkeit für Klimacamp

Durch das Klimacamp ist es gelungen, Aufmerksamkeit über den Kreis der Aktivisten hinaus auf das Thema zu lenken. Süddeutsche Zeitung und FAZ berichteten ebenso wie Fernsehen und die Regional- und Onlinemedien. Damit dürfte ein wichtiges Ziel des Klimacamps erreicht sein: Aufmerksamkeit ist in unserer Mediengesellschaft eine harte Währung in der politischen Auseinandersetzung.

Im Vorfeld hatte man den Eindruck, dass von mancher (interessierten?) Seite der Weltuntergang, Mord und Totschlag, mindestens aber der ultimative Ausnahmezustand durch die Veranstaltung herbeifabuliert wurde. Gut, dass die Aktionen weitgehend friedlich blieben. Schade, dass die Chance für Dialog und konstruktive Auseinandersetzung in den Gräben von „DIE“ und „WIR“ zumindest teilweise verschüttet wurde.

Dialog braucht Zeit und Offenheit

Was wir brauchen:
In wenigen Monaten wird – hoffentlich – die Kohlekommission ihre Vorschläge erarbeitet haben. Dass damit der gesellschaftliche Diskurs zu mehr Klimaschutz, dem Ausstieg aus der Kohleverstromung und dem damit einhergehenden Strukturwandel beendet sein wird, glaubt niemand.

Was uns fehlt, ist ein die Regionen aber auch die Generationen befriedender Dialog, ein Mit- und kein Gegeneinander. Das Klimacamp in Pödelwitz hätte alle Chancen geboten, unterschiedliche Interessen mit unterschiedlichen Akteuren offen zu legen, zu diskutieren und nicht in gegnerhaften Szenarien zu verharren. Das Zuhören, das Ausloten von Interessen und Gespräche brauchen Zeit. Sie brauchen Vertreter, die zuhören und begreifen wollen, die nicht jede Position in ein „Richtig“ und ein „Falsch“ einsortieren und bereit sind, Positionen zu hinterfragen und langfristig Inhalte zu entwickeln.
Das gilt für ein kleines Klimacamp ebenso wie für die Kohleregionen, die Länder und die ganze Bundesrepublik.