Neu bei Springer VS: Partizipation für alle und alles?

Partizipation für alle und alles?

Fallstricke, Grenzen und Möglichkeiten politischer Partizipation werden analysiert von Uwe Hitschfeld und den ProfessorInnen Lorenz und Hoffmann. Seit März 2020 ist der Band „Partizipation für alle und alles?“ bei Springer VS erhältlich.

Darin: Analyse von Erfolgsfaktoren der politischen Partizipation, Grenzen der Anwendung von Verfahren der politischen Partizipation sowie Antworten auf die Fragen, wann und warum politische Partizipation scheitert.

Münsters Genusskonto

Seit vielen Jahren sind wir mit dem Restaurant Münsters, seinem Wirt und dem Team verbunden. Hier kommt der lunch club zusammen, hier haben wir viele schöne Stunden mit unseren Kunden, Gästen und Freunden genossen.

Wir alle können dazu beitragen, dass es nach der CORONA-Krise das „Münsters“ weiterhin gibt. Wir unterstützen die Aktion „Münsters Genusskonto“.

Womit die öffentliche Hand helfen kann. Ein Appell

Es ist gut und angesichts der Krise, deren Dimension wir uns alle wohl noch nicht wirklich vorstellen können, unbedingt nötig, dass sich Politik und öffentliche Verwaltungen Gedanken auch darüber machen, wie kleinen und mittleren Unternehmen und Freiberuflern rasch geholfen werden kann.

Verlorene Zuschüsse, Liquiditätsshilfen, Kredite, vereinfachte Regelungen zum Kurzarbeitergeld – alles ist gut und wichtig.

Es ist aber nicht genug.

Gerade mit einfachen Dingen kann insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen wirksam geholfen werden. Nicht nur, aber gerade durch die öffentlichen Verwaltungen oder die Unternehmen der öffentlichen Hand.

Aus unserer Erfahrung empfehlen wir die folgende drei Dinge:

1. Liquidität
Schöpfen Sie die, ohnehin meist sehr langen, vertraglich vereinbarten ZAHLUNGSFRISTEN nicht aus. Bezahlen Sie Rechnungen möglichst sofort, vielleicht mit Verzicht auf den x-ten Prüfvorgang und die letzte Mitzeichnung!

2. Entscheiden Sie!
Entscheiden Sie über Projekte, die „in der Pipeline“ sind – gerade jetzt! Nutzen Sie die Krise eben NICHT als Grund, nicht oder später zu entscheiden.
Verschieben Sie keine Entscheidungen über Ausschreibungen, verlängern Sie keine Bindefristen und reichen Sie Zuschüsse, Fördermittel, Rückerstattungen… aus. Sofort!

3. Perspektive schaffen!
Auch verbindliche Zusagen über Projekte helfen, die erst in einigen Wochen oder Monaten bearbeitet werden können oder sollen. Die Zusage hilft, den Unternehmen und ihren MitarbeiterInnen eine Perspektive zu geben und abzuschätzen, ob und wie es nach der Krise weitergeht. Und ob es lohnt, die Belegschaft zusammenzuhalten.

Corona-Krise – reden Sie mit Ihrem Team!

Führungskräfte sind in Zeiten von Corona und den daraus folgenden wirtschaftlichen Einbrüchen extrem gefordert. Bei aller Geschäftigkeit: Denken Sie an Ihre Mitarbeiter*innen! Reden Sie mit Ihrem Team und erhalten Sie so das Vertrauen und die Motivation.

Hier fünf Tipps für gelingende Kommunikation in Krisenzeiten:

1) Informieren Sie Ihr Team proaktiv
Binden Sie Ihre Mitarbeiter*innen aktiv ein. Informieren Sie häufig und aktuell zu den grundlegenden Fragen, die Ihr Team gerade beschäftigen, zu den Hintergründen Ihrer Entscheidungen und der aktuellen Situation im Unternehmen. Tägliche Stand-up Meetings – ggf. per Video – sind in dieser hochdynamischen Phase ein effizientes und persönliches Format.

2) Machen Sie klar, was klar ist
Mit überlegten, klaren Entscheidungen schaffen Sie ein Stück Sicherheit, Orientierung und Handlungsfähigkeit. Damit alle wissen, woran sie sind, stellen Sie klar: Wer arbeitet im Homeoffice, wer ist verantwortlich für …, ab wann und wie lange gelten die Regelungen. Halten Sie dies auch schriftlich fest, denn gerade in emotionalen Situationen fällt es Menschen schwer, sich Dinge zu merken.

3) Vorsprung durch Wissen
Niemand erfährt Neuigkeiten – gute wie schlechte – gern zuerst aus den Medien. Geben Sie deshalb Ihren Mitarbeiter*innen wo immer möglich einen Informations-Vorsprung. So vermeiden Sie auch bei scheinbar kleinen Informationen – wie Verhaltensregeln für Besuche oder Lieferungen – überflüssigen Gesichtsverlust und Missverständnisse. Und Sie erhalten kompetente Mitstreiter*innen, die selbstständig und umsichtig agieren können.

4) Empathie macht stark
Niemand weiß genau, was in den kommenden Wochen und Monaten geschehen wird. Bleiben Sie präsent und nehmen Sie die Befürchtungen Ihrer Mitarbeiter*innen, Zulieferer und Kundschaft ernst. Oft ist empathisches Zuhören das, was am meisten benötigt wird. Bei allem Stress: Das Wort „Bitte“ oder ein Lächeln kosten nicht viel Zeit und haben einen großen Effekt. Zeigen Sie Ihren Mitarbeiter*innen, dass Sie sich um sie kümmern. Vielleicht können Sie individuell praktische Hilfe leisten?

5) Gehen Sie in Führung
Was ist in der Krise für Sie, für Ihr Unternehmen, Ihr Team und die Gesellschaft wesentlich? Welche Prioritäten setzen Sie, welche Werte vertreten Sie? Erläutern Sie Ihren Mitarbeiter*innen, nach welchen Leitplanken und Prioritäten Sie Ihr Handeln ausrichten. Sie werden Verständnis für kurzfristige Entscheidungen erhalten, so lange Sie konsistent bei Ihren Werten bleiben.
Durchatmen, Ruhe bewahren. Wenn Sie es schaffen klar, besonnen und offen für Gespräche zu sein, wird sich dies auch positiv auf Ihre Mitarbeiter*innen auswirken.

Wir haben – rein virtuell versteht sich – die Köpfe zusammengesteckt, um Ihnen in der Krise Ideen zu geben. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gern an uns:

Iris Boddem
Katharina Hitschfeld
Ina von Spies

Leipzig, 17. März 2020