Der PlatzHitsch: Die Papitzer Lachen

Der PlatzHitsch: Die Papitzer Lachen – fast in Leipzig

Leipzig mit seinen Parks und dem Auenwald ist eine ziemlich grüne Stadt: Vom Süden an der Rennbahn Scheibenholz bis in den Norden zum Schlosspark Lützschena kann man quer durch die City durch Wald, Wiesen, Parks, an Flussläufen entlang radeln oder wandern und muss nur hin und wieder eine Straße queren.

Geradezu Urlaubsgefühle überkommen einen, wenn man den Luppe-Damm noch etwas weiter Richtung Schkeuditz fährt oder wandert, ca. 1 km nach der Brücke am Pfingstanger (Ortslage Lützschena) nach rechts abbiegt und zwischen Damm und Elster Richtung Westen läuft: Wiesen, Wasser und Bäume – und Stille.

Ziel sind die etwas versteckt liegenden Papitzer Lachen. Früher wurde hier Lehm abgebaut, heute gehören sie zum Naturschutzgebiet „Luppeaue“ und die Wasserlöcher werden u.a. von der seltenen Rotbauchunke bewohnt. Einfach nur sitzen und Wasservögel oder Frösche beobachten…

Die Leipziger lieben ihren Auenwald, für dessen Renaturierung sich in den vergangenen Jahren vor allem die Naturschutzbehörden und -organisationen wie NABU und Grüne Liga engagiert haben. Vor einigen Jahren standen die Hochwasserschutzmaßnahmen, z.B. am Luppe-Damm, in der Kritik, als ohne ausreichende Information der Öffentlichkeit viele Bäume auf dem Damm gefällt worden sind.

Die künftige Entwicklung des Stadtwaldes – auch im Hinblick auf die wachsende Bevölkerung Leipzigs, die Veränderungen im Stadtverkehr, die forstwirtschaftliche Nutzung usw. – wird gegenwärtig kontrovers zwischen Verwaltung und NGO diskutiert. Keine schlechte Idee des Stadtrates Michael Neuhaus, die Leipziger selbst zu fragen, welchen Wald sie sich wünschen. Eine öffentlich geführte Debatte und Abwägung der Naturschutzinteressen kann mehr Verständnis für notwendige forstwirtschaftliche Maßnahmen bringen.

dena-Energiewende-Kongress 2019 in Berlin

dena-Energiewende-Kongress 2019: Grüßt täglich das Murmeltier?

Anmerkungen zum Energiewende-Kongress 2019 der dena in Berlin

Man könnte beeindruckt sein von den entschlossenen Bekundungen der Spitzenvertreter von Wirtschaft und Politik, die Energiewende voranzutreiben. Wäre da nicht das Gefühl, so etwas nicht zum ersten Mal gehört zu haben.

Jetzt also wirklich und mit vereinten Kräften? Auf der Basis des vielgescholtenen Klimapakets der Bundesregierung? Und warum sollte man den altbekannten handelnden Personen glauben, jetzt plötzlich für den Klimaschutz und die Energiewende zu brennen?

Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass ein großes Projekt auch seine Zeit hat, eine „kritische Masse“ bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung (Fridays for Future sei Dank!) erreicht haben muss und in einer demokratischen Gesellschaft eben länger um Lösungen und Kompromisse gerungen werden muss.

Hoffnung macht, dass viele Vertreter der Wirtschaft mutiger und entschlossener zu sein scheinen, als die Politik. „Wir könnten mehr – wenn die Politik uns nur lassen würde“, hörte man vom Podium und auf den Fluren des Kongresszentrums.

Und so will der interessierte Kongressbesucher dem Vizekanzler und Finanzministier Olaf Scholz  glauben, der in seiner Eröffnungsrede davon spricht, dass beim Klimaschutz die Phase der „heißen Luft“ nun überwunden sei und es jetzt endlich zum konkreten, politischen Handeln komme.

Man möchte ihm so gern glauben…

Zur Akzeptanz-Debatte auf dem Dena-Energiewende-Kongress regte Nicole Weinhold, Chefredakteurin von ERNEUERBARE ENERGIEN, mehr Bürgerbeteiligung statt vergifteter Diskussion an. Für ihren Artikel „Wenn Politiker predigen, wie schlimm die Windkraft sei“ nimmt Sie auch Bezug auf das Impulsreferat „Partizipation als Allheilmittel?“ von Uwe Hitschfeld.

Hitschfeld-Forschung_Präsentation auf dena Energiewende-Kongress 2019

FORSCHUNG: Partizipation als Allheilmittel?

Publikationen: Beitrag im Tagungsband „Wissenschaftsdialog 2018“ der BNetzA Stromnetzausbau-Evaluierung

Stromnetzausbau-Evaluierung: Beitrag im Tagungsband „Wissenschaftsdialog 2018“ der BNetzA

Zu Gast bei unserem Sponsor-Partner Gewandhaus Leipzig.

Zu Gast bei unserem Sponsor-Partner Gewandhaus

Die Mitarbeiter des Münsters, unseres Büros und Lunch Club Gäste haben die Generalprobe des Gewandhausorchesters Leipzig besucht. Die Musiker erarbeiteten sich unter Leitung von Lahav Shani Stücke von Mahler, HK Gruber und Weill. Es war schön, in dieser Arbeitsatmosphäre dabei zu sein. Vielen Dank an Christian Fanghänel und Nadine Knödler vom Marketing für die freundliche Vorbereitung und Begleitung.

Leipzig-Dialog zu „Rietzschke-Aue Sellerhausen“

Infomarkt in Sellerhausen

Im Auftrag des Leipziger Amtes für Stadtgrün und Gewässer haben wir eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum Thema “Neugestaltung der Rietzschke-Aue Sellerhausen” konzipiert und organisiert. 

Diese neu entstandene, 18.000 qm große Fläche im Stadtteil Sellerhausen liegt uns besonders am Herzen. Über fast zwei Jahre hinweg haben wir die Verhandlungen zwischen den Wasserwerken, dem Stadtverband der Kleingärtner, dem KGV Sellerhausen und dem Amt für Stadtgrün und Gewässer begleitet. Ziel ist es, in Folge der Hochwasserereignisse von 2013 die vom KGV und dessen Pächtern genutzte Fläche in eine öffentliche Grünanlage umzuwandeln, die bei künftigen Starkregenereignissen in der Lage ist, Wasser aufzunehmen und zwischen zu speichern. Gerne haben wir dann die Informations- und Beteiligungsveranstaltung zur künftigen Nutzung der Fläche konzipiert und umgesetzt.

Das Interesse aus dem sehr lebendigen Stadtteil war groß, wir am Abend erschöpft und sehr zufrieden. Mit den positiven Rückmeldungen für die Planung und den vielen Anregungen kann die Stadt nunmehr gut umgehen. Wir sind froh und zufrieden darüber und unsere Feedback-Ampel zeigte überwiegend grün.

Gastbeitrag erschienen: Chancen und Grenzen des „Partizipationsbooms“

Gastbeitrag erschienen: Chancen und Grenzen des „Partizipationsbooms“

Mehr Formen der politischen Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern haben sich heute fast alle politischen Akteure auf die Fahnen geschrieben. Die Bandbreite der befürworteten Verfahren und Gegenstände ist dabei sehr groß.

Aber führen die viele Beteiligungsformen der modernen Demokratie wirklich zu mehr Vertrauen? Gemeinsam mit Prof. Dr. Astrid Lorenz und Prof. Dr. Christian Hoffmann (beide Universität Leipzig) stellt sich Uwe Hitschfeld diese Frage in seinem Beitrag für die EnBW-Stiftung Energie & Klimaschutz.

Ihr Gastbeitrag „Chancen und Grenzen der Ausweitung von Angeboten politischer Partizipation in Deutschland“ ist Teil der demnächst bei Springer VS erscheinenden Buchveröffentlichung „Partizipation für alle und alles? – Fallstricke, Grenzen und Möglichkeiten“. Vorab zugänglich ist der Beitrag über die Plattform der Stiftung Energie & Klimaschutz.