1. Mitteldeutscher Windbranchentag in Halle am 21. März 2018 | Büro Hitschfeld

1. Mitteldeutscher Windbranchentag in Halle am 21. März 2018

Ein Bericht von Dr. Monika Friedrich

Der Einladung der drei BWE-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum 1. Mitteldeutschen Branchentag nach Halle waren über 300 Windkraftexperten gefolgt.

Ob es um die Bedeutung von Windenergie, die Zukunft des EEG, Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde 2018, Umweltrecht oder Repowering ging: Das Thema ‚Akzeptanz von Windkraftprojekten’ spielte in fast allen Vorträgen, Foren, Podiumsdiskussionen eine Rolle.

Wie kann man Akzeptanz für Windkraftanlagen steigern?

Bei der Suche nach den Ursachen für die gerade auch in Mitteldeutschland sehr emotional geführten Auseinandersetzungen um die Errichtung von Windkraftanlagen sahen die Verbandsvertreter die Gründe vor allem bei Fehlern in der Gesetzgebung und der Verwaltung auf Landes- und Kreisebene. Die Vertreter der Landesministerien hielten mit der Erstellung von Leitfäden für Kommunen, Einrichtung von Servicestellen Windenergie und Best-Practice-Beispielen gegen. Einig waren sich beide Seiten, dass sich eine mögliche Teilhabe der regionalen Wirtschaft, der Gemeinden und Bürger akzeptanzsteigend auswirken könnte. Den Befindlichkeiten der Bürger sollte mehr Rechnung getragen werden.

Akzeptanzmangagement mit individuellen Lösungen erforderlich

Das Büro Hitschfeld sieht in einem Akzeptanzmanagement, z. B. von Infrastrukturprojekten, kein Mittel zum Zweck, sondern einen Prozess, der sich über den gesamten Projektzyklus erstreckt. Entsprechend den Spezifika vor Ort sollten individuelle Lösungen gefunden werden.

Diese Überlegungen bestätigte bspw. Frank Bündig, der mit seinem Unternehmen vor allem in Sachsen Windräder errichtet oder repowert: Die frühe Einbindung der Bewohner in die Planungen, das Angebot von finanziellen Beteiligungsmodellen, der Sitz der Betreibergesellschaft in der Standortgemeinde und Sponsoringaktivitäten vor Ort beschrieb er als wichtige Maßnahmen, Akzeptanz für ein Projekt zu gewinnen.

Stichprobengröße bei Marktforschungsprojekten

In unseren Projekten spielt Marktforschung – und darunter die repräsentative Markt- und Meinungsforschung – oft eine wichtige Rolle. Für das Verständnis des methodischen Ansatzes, aber auch für die Bewertung der Ergebnisse ist die Größe der Stichprobe und damit ihre Auswirkung auf die Aussagekraft der Untersuchung wichtig. Christoph Eichenseer – in unserem Team federführend verantwortlich für alle Marktforschungsprojekte – hat die wichtigsten Stichworte zu diesem Thema für Nichtfachleute zusammengefasst.

Wenn sich daraus Rückfragen oder Lust auf ein „mehr“ an Methodendiskussion ergeben –  gern!

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Wenn aus Hoffnung Hass wird: Tourismus braucht Akzeptanz | Büro Hitschfeld

Wenn aus Hoffnung Hass wird: Tourismus braucht Akzeptanz

Wie aus herzlicher Gastfreundschaft schließlich Ablehnung und manchmal gar blanker Hass wird, lässt sich seit Jahren anschaulich an der Touristikbranche verfolgen. Seien es die Menschenmassen, die tagtäglich in den Häfen von Venedig, Dubrovnik und Barcelona ausgekippt werden, die lärmenden Après-Ski-Gäste Ischgls oder die Wohnraumdiebe von Berlin und London, jede Destination hat ihre spezifischen Probleme. Doch eines eint sie: Die Akzeptanz, die die Bewohner dem Tourismus entgegenbringen, sie sinkt – und das stetig.
Dabei hatte es einst so gut angefangen: Der Tourismus brachte Arbeitsplätze, verhalf mancherorts längst vergessene Traditionen wieder zu beleben und versprach Zukunft. Was einst so hoffnungsvoll begann, ruft jedoch heute heftige Bürgerproteste vor: Erst jüngst stellten sich vermummte Aktivisten in Barcelona einem Touristenbus in den Weg, zerstachen die Reifen und sprühten ihre Parolen an die Außenwände. Und Barcelona ist kein Einzelfall. Der Frust der Bürgerinnen und Bürger ist gewaltig. Der Massentourismus fordert seinen Tribut, nicht alle Reaktionen sind angemessen, viele sogar falsch, nachvollziehbar sind jedoch sie allemal.

Versäumnisse beim Akzeptanzmanagement haben ihren Preis

Viele Kommunen und Ferienregionen gestehen sich heute ein, die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem Tourismus zu selbstgefällig hingenommen zu haben. Dass Akzeptanz nicht nur errungen, sondern auch gesichert werden muss, haben sie nun schmerzlich gelernt: Viele Ferienregionen haben nicht nur einst in erheblichem Maße vom Tourismus profitiert, sondern tun es noch heute. Ohne den Tourismus gäbe es mancherorts nicht mehr als eine Hauptstraße. An eine funktionierende Infrastruktur oder Kulturinstitutionen – ohne den Tourismus wäre daran nicht zu denken, insbesondere im ländlichen Raum. Doch wie immer hat die Medaille zwei Seiten. Auf der einen Seite die durchaus positive Entwicklung vormals einfacher Regionen in touristische Hochburgen mit all den damit einhergehenden positiven ökonomischen Aspekten. Auf der anderen Seite die Konfrontation von Ortschaften und Gemeinden mit Tourismuszahlen und Übernachtungskapazitäten, die Orte verfremden und diese im Alltag der Einwohner oft kaum noch handhabbar machen.

Das Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger in die langfristige Gestaltung ihrer Lebens- und Arbeitsumwelten ist dabei in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen. Hier aber liegt ein Weg, der zwar nicht alle Verwerfungen, die der Tourismus auch mit sich bringen (kann), heilt, aber die Selbst- und Mitbestimmung fördert und fordert. Beteiligungs- und Partizipationsmodelle sollten auch in diesem Bereich dringend Einzug halten.

Renewables Day der Kanzlei Norton Rose Fulbright mit Uwe Hitschfeld

8. März, München: Renewables Day der Kanzlei Norton Rose Fulbright

Am 8. März fand bereits zum 9. Mal der Renewables Day der internationalen Anwaltskanzlei Norton Rose Fulbright in München statt. Uwe Hitschfeld trug im Rahmen dieser Veranstaltung vor zum Thema „Akzeptanz, Stakeholdermanagement und Partizipation – Faktoren für den Projekterfolg“.

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