Aktuelle Studie

Akzeptanz von Großveranstaltungen und Großereignissen

Kann Deutschland noch Großereignisse? Diese Frage stellt sich, wenn per Bürgerentscheid Olympiabewerbungen abgelehnt werden und Städte den Zuschlag für die Ausrichtung einer Gartenschau zurückgeben. Im Rahmen unseres Forschungsprojektes haben wir untersucht, ob es in der Bevölkerung eine generelle Skepsis oder Ablehnung gegenüber diesen Projekten gibt, welche Argumente für oder gegen solche Bewerbungen sprechen und wie homogen das Bild in den soziodemografischen Gruppen ist.

Archiv

Akzeptanz von Technik und Technologie: Smart Meter – Smart Metering

„Smart Meter/Smart Metering“ ist ein Thema, das die Branche bewegt. Aber: Bewegt es auch die Bevölkerung?
Zahlen belegen: Das Thema ist ein Minderheitenthema. Nur 34 Prozent der Befragten haben bereits davon gehört. 78 % der Befragten sehen die Einführung digitaler, „smarter“ Zählertechnik als folgerichtigen Schritt im Rahmen der Digitalisierung der Technik an. Dabei werden lokale Anbieter präferiert und man legt großen Wert auf „Datenschutz – made in Germany“.

Wann gilt Partizipation als „erfolgreich“? und „Überforderung durch viel Beteiligung?“

40% Prozent der Befragten sehen Partizipation als gelungen an, wenn die Möglichkeit zur Beteiligung besteht. Ihnen steht eine 60 prozentige Mehrheit entgegen, die als Parameter für eine gelungene Partizipation ansieht, dass sich viele Bürger tatsächlich beteiligt haben. Doch die Erfahrung zeigt: Vorwiegend machen Projektgegner von Beteiligungsmöglichkeiten Gebrauch. Darüber hinaus geht aus der Studie hervor, dass sich schon heute nahezu 40 Prozent der BürgerInnen von den unterschiedlichen Partizipationsangeboten überfordert fühlt. Wie kann man die „schweigende Mehrheit“ mobilisieren und wie kann man den BürgerInnen „Partizipation erleichtern“?

Akzeptanz von Technik und Technologie – (finanzielle) Beteiligung an „Erneuerbare Energie-Projekten“ und Entschädigung versus Belohnung

Erstaunlich viele Menschen (über 50 %) können sich – theoretisch – vorstellen, in erneuerbare Energien zu investieren. Offenbar ist eine Investition in erneuerbare Energien für die Bürgerinnen und Bürger etwas anderes, als eine „klassische“ Investition. Die Vorstellung, in erneuerbare Energien zu investieren, ist für sie mit der Vorstellung von einer sehr bürgernahen, dezentralen und damit kleinteiligen Energiewirtschaft verbunden. Dies führt strukturell zu einer Präferenz der Stadtwerke, Bürgerstrommodelle, Genossenschaften – im Gegensatz zu Angeboten von nationalen und internationalen Großunternehmen.
Zur gesamten Studie

Akzeptanz von Technik und Technologie – „Smart Meter – Smart Metering“

Als ein wichtiges Instrument für den Erfolg der Energiewende wird die Einführung sog. intelligenter (Energie-)Zähler, der „Smart Meter“ betrachtet. Der für die Einführung erforderliche Ordnungsrahmen befindet sich in diesen Tagen in der finalen Diskussion. Dies war für uns der Grund, die Akzeptanz von Technik und Technologie am Beispiel der Smart Meter in einer deutschlandweit repräsentativen Studie zu untersuchen. Vor dem Hintergrund des, in früheren Studien nachgewiesenen, geringen gesellschaftlichen Vertrauens kommen den Faktoren „Bekanntheit“ und „Wissen um den individuellen und gesellschaftlichen Nutzen“ der Technologie eine große Bedeutung zu. Diese sind für die Smart Meter nicht in ausreichendem Maß vorhanden. Dies bedeutet, dass es für die erfolgreiche Markteinführung von Smart Metern noch größerer Kommunikationsanstrengungen bedarf, die sich vor allem auf die Herstellung eines belastbaren Basisinformationsniveaus und den erzielbaren Nutzen fokussieren. Außerdem zeigen unsere Untersuchungen interessante Ergebnisse zu den Erwartungen der Befragten an die verschiedenen Aspekte des Datenschutzes und der Bereitschaft, ihre Verbrauchsdaten zur Verfügung zu stellen.
Die Ergebnisse unserer Untersuchung gehen in ihrer Bedeutung über das, aus aktuellem Anlass gewählte, Beispiel „Smart Meter – Smart Metering“ hinaus. Sie zeigen die Rolle von strategisch angelegter Kommunikation für das Erreichen und Sichern von Akzeptanz. Nach unseren Erfahrungen ist dies projekt- und branchenunabhängig, weil es einen stabilen, gesellschaftlichen Trend widerspiegelt.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Was hemmt bürgerschaftliches Engagement?
Jeder zweite Deutsche ist bereit für bürgerschaftliches Engagement – sei es für oder gegen Projekte. Neben persönlichen Motiven – die stärkste Triebfeder für Engagement – würden sich mehr als 40 Prozent der Deutschen auch engagieren, wenn die „gesellschaftlichen Spielregeln“, wie Information, Mitbestimmung oder Transparenz, im Rahmen eines Projekts verletzt werden. Diese Bereitschaft zeichnet ein ganz anderes Bild, als man es gemeinhin von unserer angeblich politikmüden, individualisierten Gesellschaft erwarten würde. Die aktuelle Umfrage, die zur Studienreihe „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“ gehört, beschäftigt sich damit, was Menschen von bürgerschaftlichem Engagement abhält. Bereits in früheren Studien war deutlich geworden: Das Empfinden, das eigene Engagement habe mangelnde Erfolgsaussichten, bremst die Aktivitäten genauso wie ein ausgeprägtes Misstrauen der Menschen gegenüber Politik und Verwaltung. Dieser Spur sind wir nachgegangen.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Mensch vs. Natur?
„Naturschutz vor Bürgerinteresse?” ist Gegenstand des dritten Teils unseres Forschungsprojektes „Einflussfaktoren auf Akzeptanz” in diesem Jahr. Wir wollten wissen, ob es einen Widerspruch zwischen Natur und Mensch gibt und ob man diesen gegebenenfalls in Planungsverfahren auflösen kann. Die Ergebnisse sind interessant und haben – so meinen wir – konkrete Auswirkungen auf die Projektarbeit: Nur ein Drittel der Befragten geht aktuell davon aus, dass die Belangen des Naturschutzes und der Bürgerinteressen ausgewogen beachtet werden. Die bundesweit repräsentativ befragten Bürgerinnen und Bürger empfinden allerdings keinen unauflösbaren Widerspruch zwischen Naturschutzes und Bürgerinteressen. Sie glauben vielmehr, dass es Lösungen zum Ausgleich der Interessen gibt, diese aber von Behörden und Projektträgern nicht angestrebt oder realisiert werden. Dies werten wir als Indiz für das fehlende Vertrauen bzw. den geringen Informationsstand darüber, wie Infrastrukturprojekte durch die verschiedenen Akteure geplant werden.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Gründe, sich zu engagieren
Die Nichteinhaltung von „demokratischen Spielregeln“ bei der Planung und Umsetzung von Projekten ist ein wichtiger Auslöser für bürgerschaftliches Engagement. Zu diesem Ergebnis kommt unsere aktuelle Ausgabe der Langzeitstudie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“. 44 Prozent der 1004 bundesweit repräsentativ Befragten würden sich demnach engagieren, wenn im Zuge eines Projekts nicht von Anfang an umfassend informiert wird und die Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger unzureichend sind. Fast gleich hoch (42 Prozent) ist die Bereitschaft, wenn ein Vorhaben aus Sicht der Befragten in eine falsche politische oder gesellschaftliche Richtung führt. Dieses Ergebnis hat uns in seiner Deutlichkeit überrascht, wo doch so oft von Individualisierung, Zerfaserung und Verdrossenheit der Gesellschaft die Rede ist. Weniger überraschend: Persönliche Betroffenheit ist und bleibt der stärkste Motivationsgrund für Engagement.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Information und Dialog
Bürgerbeteiligung und Kommunikation sind wesentliche Stellschrauben beim Ringen um Akzeptanz für die Vorhabenträger aus Wirtschaft, Verwaltungen und Politik. Die Verknüpfung von formalen und informellen Partizipationsformaten, Art und Umfang von Information sowie die zeitliche Einordnung dieser Elemente im Projektzyklus – damit beschäftigt sich die erste von vier Umfragen in diesem Jahr zur Längsschnittstudie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“. In der Befragung mit dem Fokus auf „Information und Dialog“ wurde untersucht, zu welchem Zeitpunkt die Projektkommunikation einsetzen sollte und warum Informations- und Dialogangebote häufig weniger in Anspruch genommen werden als erwartet. Die Begründung für einen relativ späten Start von Information und Dialog durch Vorhabenträger und Genehmigungsbehörden lautet häufig, dass erst dann konkrete Planungspunkte vorliegen und zu einem früheren Zeitpunkt nur vage, unspezifische Aussagen getroffen werden können. Die repräsentativ Befragten haben dazu ihre eigene Meinung: Sie sprechen sich mehrheitlich für einen frühen Informations- und Dialogstart aus und wünschen eine permanente Weiterführung über den Projektzyklus hinweg. Die Frage früh oder spät zu starten, stellt sich also nicht. Hier können Sie alle weiteren Ergebnisse und interessanten Details der Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Information und Dialog“ als PDF-Datei ansehen.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Glaubwürdigkeit
Der vierte Teil der Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“ hat es in sich: Knapp ein Drittel (31 Prozent) der Deutschen hat bereits vom Netzentwicklungsplan, kurz NEP, gehört. Dieses Ergebnis übertrifft unsere Erwartungen nahezu. Doch der unerwartet hohe Kenntnisstand ist leider nur die halbe Wahrheit. Schaut man nämlich, wer Kenntnis von den Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten hat, mit denen die Entwicklung und Fortschreibung des NEP begleitet werden, dann trifft das nur auf gut die Hälfte der Menschen zu, die Kenntnis vom NEP haben. In der Summe weiß also nur knapp jeder sechste Befragte von den Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten am NEP. Die Auswertung der sozio-demografischen Daten ergab zudem, dass vorrangig Besserverdiener mit hohem Bildungsgrad zu der letztgenannten Gruppe gehören. Das heißt im Klartext: Für ein dermaßen wichtiges Instrument der Energiewende, wie den NEP, der einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens braucht, ist dies eine problematische Erkenntnis, denn das Informations- und Partizipationsangebot erreicht bisher nur die Eliten des Landes. Im zweiten Teil der Studie fragten wir, welche Glaubwürdigkeit Politik, NGOs, öffentliche Verwaltung und Vorhabenträger als Absender von Projektinformationen und Dialogangeboten genießen. Ergebnis: Die geringe Glaubwürdigkeit der Vorhabenträger (44 Prozent) sowie der Genehmigungsbehörden (55 Prozent) überraschte uns mehr als die vergleichsweise hohe Glaubwürdigkeit von NGOs (72 Prozent). Es ist geradezu besorgniserregend, dass ausgerechnet diejenigen, die die Projekte am besten kennen (Vorhabenträger) sowie die „Hüter“ der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren (Genehmigungsbehörden) die geringste Glaubwürdigkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern genießen.
Hier können Sie alle weiteren Ergebnisse und interessanten Details der Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Glaubwürdigkeit“ als PDF-Datei ansehen.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Öffentliches Vertrauen
Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung für Akzeptanz. Im dritten Teil unserer Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz“ weisen wir jedoch ein tiefsitzendes und facettenreiches Misstrauen der repräsentativ Befragten gegenüber Vorhabenträgern, Politik und Verwaltungen nach. Beim Netzausbau spielt das Thema „mögliche Gefahren durch elektro-magnetische Felder“ oft eine wichtige Rolle in der Debatte – Grund für uns, genauer hinzuschauen: Bei diesem Reizthema werten zwei Drittel der Befragten („stimme zu“ + „stimme eher zu“) die geltenden Grenzwerte als Kompromiss zwischen Politik und Wirtschaft zu Lasten der Bevölkerung – nur ein Drittel („stimme eher nicht zu“ + „stimme nicht zu“) sieht darin den Stand der Wissenschaft dokumentiert. Dieses Meinungsungleichgewicht findet sich auch wieder, wenn gefragt wird, ob Vorhabenträger, Politik und Verwaltungen ihren Wissensvorsprung nutzen, um Projekte auch gegen den Willen der Betroffen durchzusetzen; Mehr als die Hälfte aller Befragten lehnt die Aussage ab „Im Zusammenhang mit Bürgerbeteiligung, Transparenz und Akzeptanz hat sich das Verhalten von Vorhabenträgern, Politik und Verwaltungen in den letzten Jahren deutlich verbessert“. Wie ein negativer Summenstrich erscheint deshalb auch die Zustimmung von 61 Prozent der Befragten zur Aussage, dass die „bisherigen Aktivitäten für mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und Akzeptanz nicht ehrlich gemeint“ sind.
Hier können Sie alle weiteren Ergebnisse und interessanten Details der Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Öffentliches Vertrauen“ als PDF-Datei ansehen.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Information – Kommunikation – Partizipation
Die Ergebnisse der zweiten Welle unserer Studie zu Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Projekten zeigt, dass eine große Mehrheit der Deutschen an der Wahrhaftigkeit  der Bemühungen von Politik und Unternehmen zweifelt, durch mehr Bürgerbeteiligung die Akzeptanz von Projekten zu erhöhen. 72 Prozent der Befragten sagten: „Das sind meistens nur Lippenbekenntnisse.“  Eine frühzeitige und umfassende Information der Bürgerinnen und Bürger auch bei schwierigen und komplizierten Projekten wird von der übergroßen Mehrheit der Befragten befürwortet. Dabei halten es 88 Prozent für förderlich, wenn die Informationen über möglichst viele Wege und Medien verfügbar wären, nicht nur über das Internet. Positiv auf die Akzeptanz wirkt sich die Möglichkeit für eine aktive Beteiligung an der Planung und Umsetzung von Projekten aus, großen Zuspruch findet auch das Statement, dass es gut für die Akzeptanz wäre, „wenn es mehr direkte Demokratie, zum Beispiel mehr Bürgerentscheide, gäbe“. Hier können Sie die Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Information – Kommunikation – Partizipation“ als PDF-Datei ansehen.
Zur gesamten Studie

Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Materielle Bürgerbeteiligung
Wir haben die ersten Teilergebnisse unserer neuen Studie zur Akzeptanzforschung veröffentlicht. Darin werden Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Projekten untersucht. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Nur ein Viertel der Befragten ist momentan noch bereit, zum Gelingen der Energiewende durch höhere Energiekosten beizutragen. Beim Thema Energiepreise scheint derzeit eine ökonomische Schmerzgrenze erreicht zu sein. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Akzeptanz der künftigen Energiepolitik in Deutschland haben. Ein weiterer Punkt: Für Bürgerinnen und Bürger, die sich an Projekten materiell beteiligen würden, spielt der finanzielle Aspekt eine nachgeordnete Rolle. Sehr viel wichtiger ist es den Befragten, durch ihre Beteiligung inhaltlichen Einfluss auf das Vorhaben nehmen zu können. Hier können Sie die Studie „Einflussfaktoren auf Akzeptanz – Schwerpunkt: Materielle Bürgerbeteiligung“ als PDF-Datei ansehen.
Zur gesamten Studie

Abschlussbericht zur Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Der Wunsch seitens der Bürger nach Partizipation bei der Durchführung von Projekten ist keine Modeerscheinung, sondern ein stabil verankertes Bedürfnis. Das geht aus unserer einjährigen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ hervor, deren Abschlussbericht wir jetzt vorgelegt haben. Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg war jeder zweite Deutsche dazu bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Im August 2013 hatte dieser Wert bei 56,4 Prozent gelegen. Die Erhebungen mit drei Kernfragen haben im Monatsrhythmus stattgefunden. Fester Bestandteil dabei war die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen bzw. Statements variierten inhaltlich rund um den Themenkomplex Akzeptanz, öffentliches Vertrauen, Transparenz und Partizipation. Uns haben nicht nur die aktuellen Einstellungen der Befragten interes-siert, sondern vor allen Dingen ob und wie sich Meinungen und Einstellungen von Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg verändern. Die abschließende Zusammenfassung der zwölf, im Monatsrhythmus durchgeführten Untersuchungen, zeigt, dass es – unabhängig von tagesaktuellen Ereignissen – eine große Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung gibt. In einer Zeit von Skandalisierungen und mediengetriebenen Aufgeregtheiten halten wir dies für eine gute Nachricht. Hier können Sie die abschließende Zusammenfassung der Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Juni-Umfrage zur Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Die Bereitschaft der Deutschen, sich im Zuge eines Projektes zu engagieren, liegt auch im Juni 2013 auf hohem Niveau. Das geht aus unserer aktuellen Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ hervor. Demnach ist jeder zweite Deutsche bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren (50 Prozent stimme zu/stimme eher zu). Im Mai 2013 hatte dieser Wert bei 49 Prozent gelegen. Die Befragung ist Teil der gleichnamigen repräsentativen Längsschnittstudie. Die Erhebungen mit drei Kernfragen finden im Monatsrhythmus statt. Fester Bestandteil dabei ist die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen bzw. Statements variieren inhaltlich.
Die Statements im Juni:
1. Bei solchen Projekten zeigt sich:
Die große Politik entscheidet – und wir müssen die Folgen tragen. Zustimmung: 85 Prozent (stimme zu/stimme eher zu)
2. Auch wenn er bei solchen Projekten unmittelbar betroffen ist: Der einfache Bürger hat praktisch keine Möglichkeiten, seiner Meinung Gehör zu verschaffen: 67 Prozent (stimme zu/stimme eher zu).

Hier können Sie die Juni-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Mai-Umfrage zur Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Die Bereitschaft der Deutschen, sich im Zuge eines Projektes zu engagieren, ist ungebrochen hoch. Das geht aus unserer Mai-Umfrage hervor. Demnach wären sechs von zehn hier lebenden Menschen (59 Prozent) bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Die Befragung ist Teil der repräsentativen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Erhebungen mit drei Kernfragen finden im Monatsrhythmus statt. Fester Bestandteil dabei ist die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen variieren inhaltlich. Die Pilotstudie wurde vor einem Jahr, im Mai 2012, veröffentlicht. Dem hohen Bereitschaftsgrad für bürgerschaftliches Engagement auf der einen Seite steht ein massives Misstrauen der Befragten bezüglich der Akteure aus Politik, Verwaltung und Unternehmen und deren veröffentlichten Projektdaten und -prognosen gegenüber. 77 Prozent der Befragten misstrauen den vorgelegten Daten. Erschwerend hinzu kommt, dass mehr als 86 Prozent der Befragten der Frage zustimmen, Unternehmen, Politik und Verwaltung würden nur so viel Informationen zu Projekten herausgeben, wie unbedingt nötig sei. Die aktuellen Ergebnisse machen deutlich, dass die Resultate der vorangegangenen Studien keine singulären Effekte abgebildet haben. Vielmehr stützen sie unsere These der Partizipationskluft. Diese in der Studie nachgewiesene, fundamentale Skepsis stellt eine hohe Aktionsbarriere für diejenigen dar, die grundsätzlich bereit sind, sich zu engagieren.
Die spannende Frage in diesem Zusammenhang ist, welchen Effekt die Partizipationskluft hat. Denkbar sind zwei Szenarien: Entweder verstärkt das große Misstrauen die Aktionsbereitschaft oder es führt zu mehr Resignation und damit mittelfristig zur Abnahme der Bereitschaft sich zu engagieren. Im Hinblick auf die Wahltermine in diesem Jahr, die weitere Umsetzung der Energiewende und die mediale Aufbereitung des Themas Akzeptanz wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Einstellung der Menschen hierzulande in den kommenden Monaten entwickelt.

Hier können Sie die Mai-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

April-Umfrage zur Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Während eine überwältigende Mehrheit von 94 Prozent der Befragten („stimme zu“ bzw. stimme teilweise zu“ ) Politik, Verwaltung und Unternehmen in der Pflicht sieht, über Projekte zu informieren, argwöhnen gleichzeitig 66 Prozent der Befragten, dass die Informationen zu diesen Projekten oft nicht mehr als ein Feigenblatt seien. Der extrem hohen Erwartungshaltung steht also ein substanzielles Misstrauen in Bezug auf die Redlichkeit der Absender der Informationen gegenüber. Dies korrespondiert auch mit den Aussagen vorangegangener Untersuchungen. Neben der von uns definierten Partizipationskluft, also der Diskrepanz zwischen der (mit ca. 60 Prozent nach wie vor hohen) Bereitschaft sich zu engagieren und der gleichzeitigen Einschätzung, dass man mit diesem Engagement seine Anliegen nicht zur Geltung bringen kann, sehen wir zudem eine Lücke zwischen der Erwartung der Menschen an umfassende Informationen einerseits und dem mangelnden Vertrauen in gewährte Transparenz(„Informationen sind ein Feigenblatt“, oder „den Informationen ist nicht zu trauen“, andererseits (vgl. auch Auswertung Januar- und Februar-Umfrage).

Hier können Sie die April-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

März-Umfrage zur Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Bei direkter Betroffenheit würde sich eine große Mehrheit der Deutschen (79 Prozent stimme zu/stimme eher zu) für oder gegen die Durchführung eines Projekts engagieren. Bei überregionaler Bedeutung und ohne unmittelbare Betroffenheit liegt dieser Wert nur bei 48 Prozent (stimme zu/stimme eher zu). Auf gleich hohem Niveau liegt die generelle Bereitschaft der Deutschen, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren (51 Prozent stimme zu/stimme eher zu). Das sind die Ergebnisse unserer März-Umfrage. Besonders auffällig ist, dass die Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement sehr stark mit den Merkmalen „Alter“ und „Bildungsgrad“ zusammenhängt. Je älter die Befragten sind und je höher deren Bildungsgrad, desto ausgeprägter ist deren Bekenntnis sich im Rahmen eines Projektes zu engagieren. Ein zentraler Impuls für bürgerschaftliches Engagement, so die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage, ist persönliche Betroffenheit. Ohne direkte Betroffenheit wollen sich uneingeschränkt nur rund 10 Prozent (stimme voll zu) der Befragten engagieren. Dieser Wert steigt auf das Dreifache, wenn es um ein Thema geht, das den Befragten, seine Familie oder seine Region unmittelbar betrifft.

Hier können Sie die März-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Februar-Umfrage zur Längsschnittstudie: „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Die Bereitschaft der Deutschen, sich im Zuge eines Projektes zu engagieren, nimmt aktuell zu. Das hat unsere Februarstudie ergeben. Den aktuellen Umfrageergebnissen nach sind 58 Prozent aller Deutschen bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben zu engagieren, seien es zum Beispiel der Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen. Im Januar hatte dieser Wert bei 49 Prozent gelegen.
Der hohe Bereitschaftsgrad für bürgerschaftliches Engagement kommt nicht von ungefähr. Der Umstand, dass die öffentliche Diskussion zum Themenkreis Akzeptanz und Partizipation weiterhin stark durch Projekte wie Stuttgart 21 oder den Berliner Flughafenbau geprägt ist, trägt zweifellos dazu bei. Wir wissen aber auch aus unseren Studien, dass die Größe eines Projektes nur eine untergeordnete Bedeutung bei der Frage hat, wie wichtig Akzeptanz und Partizipation für das Gelingen dieses Vorhabens sind.
Doch nicht nur die Bereitschaft der Bevölkerung, sich im Zuge von Projekten zu engagieren, ist konstant auf hohem Niveau: Die von uns definierte Partizipationskluft manifestiert sich als gesamtgesellschaftliches Phänomen. Denn bei den Befragten steht dem hohen Aktionspotenzial nach wie vor eine pessimistische Einschätzung der eigenen Rolle in der Gesellschaft und der eigenen Möglichkeiten gegenüber, seiner Meinung Gehör zu verschaffen. Das ist ein besorgniserregender Befund für eine Bürgergesellschaft, dessen Bedeutung weit über die Frage hinausgeht, wie man in Deutschland Infrastrukturprojekte künftig planen und umsetzen soll.
Hier können Sie die Februar-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Januar-Umfrage zur Längsschnittstudie: „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
Die Auftaktbefragung 2013 vom Januar liefert eine weitere Bestätigung für die von uns definierte „Partizipationskluft“. Die Bereitschaft sich zu engagieren nimmt im Vergleich zu den Vormonaten zwar leicht ab, bleibt aber weiter auf hohem Niveau.
Auf der anderen Seite verzeichnen wir ein massives Misstrauen der Befragten gegenüber den Akteuren aus Politik, Verwaltung und Unternehmen in Bezug auf die veröffentlichten Projektdaten und -prognosen. 72 Prozent der Befragten artikulieren ihr Misstrauen in Bezug auf die vorgelegte Datenbasis der Projekte. Erschwerend hinzu kommt, dass mehr als 80 Prozent der Befragten der Meinung sind, Unternehmen, Politik und Verwaltung würden nur so viel Informationen zu Projekten herausgeben, wie unbedingt nötig sei. Dieses Ergebnis stützt die Befunde unserer vorangegangenen Studien und macht deutlich, dass deren Resultate keine singulären Effekte abgebildet haben.
Diese fundamentale Skepsis stellt eine hohe Aktionsbarriere für diejenigen dar, die grundsätzlich bereit sind, sich zu engagieren. Die spannende Frage ist, welchen Effekt diese Diskrepanz hat. Dabei sind zwei Szenarien denkbar: Entweder verstärkt das große Misstrauen die Aktionsbereitschaft oder es führt zu mehr Resignation und damit mittelfristig verbunden zur Abnahme der Bereitschaft sich zu engagieren.
Im Hinblick auf die Wahlen in diesem Jahr, die Umsetzung der Energiewende und die mediale Aufbereitung des Themas Akzeptanz wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Einstellungen in den kommenden Monaten entwickeln.

Hier können Sie die Januar-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Dezember-Umfrage zur Längsschnittstudie: „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“:
– Büro Hitschfeld definiert Partizipationskluft als Hindernis für Projektakzeptanz
– Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement ungebrochen hoch
– Große Mehrheit der Deutschen hält umfassende Informationen über Projekte für Bringepflicht
– Nachholbedarf in puncto Glaubwürdigkeit der Projektkommunikation

Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen (93 Prozent) begreift umfassende Informationen im Zuge eines Vorhabens als Bringepflicht der Projektverantwortlichen. Dieses Ergebnis hat unsere Dezember-Umfrage ergeben. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass es in puncto Vertrauen und Glaubwürdigkeit noch viel Nachholbedarf gibt. So schenken derzeit rund zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten den Projektinformationen kaum Glauben, sondern halten sie vielmehr für „ein Feigenblatt“. Weiterhin auf gleich hohem Niveau liegt die Bereitschaft der Deutschen, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren (55 Prozent). Die Befragung ist Teil der repräsentativen Längs-schnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“.
In der aktuellen Studie stehen sich der Wunsch der Befragten nach umfassender Information und die negative Einschätzung über die scheinbar oberflächliche Projektkommunikation gegenüber. Einen Widerspruch ähnlicher Qualität hatte bereits die Befragung im Oktober zutage befördert: Die hohe Bereitschaft sich für oder gegen ein Vorhaben zu engagieren wurde durch ein hohes Maß an Pessimismus und Resignation konterkariert. Wir sprechen deshalb von einer Partizipationskluft. Das heißt, die Schere zwischen realer Möglichkeit und gewünschtem Ergebnis in Bezug auf die Partizipation bei Projekten geht weit auseinander.

Hier können Sie die Dezember-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

November-Studie: Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement leicht gestiegen/Bereitschaft zu Engagement bei unmittelbarer Betroffenheit ungleich höher – eine Herausforderung für Projektverantwortliche aus Politik und Wirtschaft
Wie unsere November-Umfrage zeigt, ist die Bereitschaft der Deutschen, sich im Zuge eines Projektes zu engagieren, weiterhin sehr hoch. Deutlich mehr als die Hälfte aller Deutschen (58 Prozent) wären demnach bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Die Befragung ist Teil der repräsentativen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Erhebungen mit drei Kernfragen finden im Monatsrhythmus statt. Fester Bestandteil bisher ist die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen variieren inhaltlich.

Engagement für allgemeine Themen mobilisieren
Die Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement liegt weiter auf hohem Niveau und ist im Vergleich zur Oktober-Umfrage sogar leicht angestiegen. Einen Monat zuvor hatten die Umfragewerte bei 55 Prozent gelegen – im November bei 58 Prozent. Kernpunkt der aktuellen Studie war es, eben diese Bereitschaft zu hinterfragen. So sollte in Frage zwei der Erhebung festgestellt werden, ob dieser Wille auch dann besteht, „wenn es sich um ein Thema von überregionaler Bedeutung handelt“ und das persönliche Umfeld der Befragten davon nicht direkt betroffen wäre. Das Ergebnis: 53 Prozent der Befragten würden sich in diesem Fall engagieren. Frage drei konfrontierte die Befragten mit folgendem Szenario: „Wenn es sich um ein Thema handelt, von dem ich, meine Familie oder meine Region betroffen wäre, würde ich mich für oder gegen das Projekt engagieren.“ Hier fielen Die Antworten deutlich entschiedener aus. 83 Prozent der Deutschen würden sich für oder gegen ein Projekt bei unmittelbarer Betroffenheit engagieren. Fest steht: Ereignisse vor der eigenen Haustür mobilisieren von jeher mehr Engagement. Dieses menschliche Verhalten jedoch nur dem aus der Sozialforschung bekannten NIMBY-Effekt* zuzuschreiben, wäre zu einfach gedacht. Vielmehr müssen sich die Projektverantwortlichen aus Politik und Wirtschaft über die Konsequenzen dieses Phänomens bewusst werden. Durch die Kluft zwischen beiden Szenarien ist es möglich, dass bestimmte Vorhaben von Minderheiten blockiert werden können, wenn die breite Öffentlichkeit sich nicht einmischt bzw. eine Haltung artikuliert. Ebenfalls ist zu beobachten, dass allgemeine Themen eher akzeptiert werden, spezifische und regional begrenzte Fälle aus dem gleichen Themenkomplex jedoch wenig Zustimmung finden. Ein Beispiel dafür ist die allgemeine Zustimmung zu den Zielen der Energiewende. Auf lokaler Ebene schlägt die Haltung jedoch oft um, wenn es um die Planungen zum Bau von Windkraftanlagen oder Hochspanungsleitungen geht. Dies ist eine der schwersten Herausforderungen für Politik und Wirtschaft – kritisch-konstruktive Begleiter und Mitträger von Themen des Gemeinwohls zu mobilisieren.

Hier können Sie die November-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Oktober-Studie zu „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“: Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement weiter auf hohem Niveau/überwältigende Mehrheit zweifelt an Möglichkeit der eigenen Einflussnahme
Die Bereitschaft der Deutschen, sich im Zuge eines Projektes zu engagieren, ist ungebrochen hoch. Das geht aus der Oktober-Umfrage der Leipziger Unternehmensberatung Hitschfeld hervor. Demnach wären mehr als die Hälfte aller Deutschen (55 Prozent) bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Windparks, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Die Befragung ist Teil der repräsentativen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Erhebungen mit drei Kernfragen finden im Monatsrhythmus statt. Fester Bestandteil dabei ist die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement. Die zwei weiteren Fragen variieren inhaltlich.

Nach den Ergebnissen der September-Umfrage kommt die hohe Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement nicht überraschend. Einen Monat zuvor hatten die Umfragewerte auf ähnlich hohem Niveau gelegen (57 Prozent). Interessant ist allerdings, dass dieser Bereitschaft ein hohes Maß an Pessimismus und Resignation gegenüberstehen. Denn mehr als zwei Drittel aller Befragten meint, dass „der einfache Bürger trotz unmittelbarer Betroffenheit praktisch keine Möglichkeiten hat, seiner Meinung Gehör zu verschaffen“. Noch deutlicher fallen die Ergebnisse des Statements aus „Bei solchen Projekten zeigt sich: Die große Politik entscheidet – und wir müssen die Folgen tragen“: 84 Prozent aller Befragten identifiziert sich mit dieser Aussage. Es bleibt zu beobachten, ob diese pessimistische Einschätzung der eigenen Lage dazu führt, dass das Potenzial für bürgerschaftliches Engagement ausgeschöpft wird – oder ob die Bereitschaft wegen der mutmaßlich geringen Erfolgsaussichten künftig sinkt. Vor diesem Scheideweg stehen Politik, Wirtschaft und öffentliche Hand im Augenblick. Beide Szenarien stellen die Projektverantwortlichen vor große Herausforderungen.

Hier können Sie die Oktober-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

September-Studie zu „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“: Skepsis gegenüber Projektverantwortlichen überwiegt deutlich
Weit mehr als die Hälfte aller Deutschen (57 Prozent) wäre bereit, sich für oder gegen privatwirtschaftliche oder öffentliche Vorhaben, wie den Bau von Einkaufszentren, Straßen oder Stromleitungen, zu engagieren. Das geht aus der aktuellen Akzeptanzstudie des Büro Hitschfeld hervor. Die Befragung ist Teil der repräsentativen Längsschnittstudie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Erhebungen mit drei Kernfragen soll ab künftig im Monatsrhythmus stattfinden. Fester Bestandteil dabei ist die Frage nach der Bereitschaft für persönliches Engagement.

Noch deutlicher fielen die Ergebnisse der zwei weiteren Fragen der September-Umfrage aus: Demnach sind fast 90 Prozent aller Befragten davon überzeugt, dass Politik, Verwaltung und Unternehmen bei ihren Vorhaben nur so viele Informationen herausgeben, wie unbedingt nötig sind. Diesen, von den Projektverantwortlichen vorgelegten Daten und Prognosen für die Genehmigungsverfahren, schlägt große Skepsis entgegen: Knapp drei Viertel aller Befragten schenken den veröffentlichten Daten und Fakten wenig oder gar kein Vertrauen. Auffällig: Bei allen drei Fragen stieg das Misstrauen gegenüber den Projektverantwortlichen mit zunehmendem Alter. Befragte aus dem Osten Deutschlands waren dabei etwas kritischer als die Probanden aus dem Westen. Und: Mehr Männer als Frauen sind bereit sich im Zuge eines Projekts zu engagieren.

Hier können Sie die September-Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Studie Mai 2012: Bürger-Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft:
Studie zeigt große Vertrauenskrise in die traditionellen Institutionen und Mechanismen bei öffentlichen und Großprojekten.
Neue Wege und Mittel des Dialogs sind dringend geboten.

Eine repräsentative Studie zeigt massives Glaubwürdigkeitsproblem der Bürger gegenüber Politik, Verwaltung und Unternehmen in öffentlichen Projekten / Verfahren oft zu kompliziert / Arroganz gegenüber Betroffenen / Nur gezielte und abgestimmte Kommunikationsstrategie der agierenden Unternehmen kann Krisen abwenden.

Stuttgart 21 ist überall. Deutschland wird in Zukunft mehr denn je Akzeptanzprobleme bei Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft bekommen. Wird nicht rechtzeitig und richtig reagiert, stehen wir vor einem Technologie- und Investitionsstau. Das zeigt unsere aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie.

Die Schlussfolgerungen aus den Daten und unseren Projekterfahrungen: Krisenfälle wie Stuttgart 21 sind vermeid- oder handlebar, wenn ein hinreichender Teil der Gesamtkraft, die in ein Projekt gesteckt wird, frühzeitig in die konkrete Analyse des Meinungs-Umfelds und in die zielgruppengenaue, strategische Projektkommunikation fließen würden. Oft würde aber erst die bittere Krisenerfahrung Unternehmen zu dieser Erkenntnis hinführen, so der Experte. Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass sich die Unternehmen dem Thema „Projekt-Akzeptanz“ selbst verstärkt zuwenden müssten und sich nicht auf Politik und Verwaltung verlassen sollten.

Hier können Sie die Studie „Akzeptanz von Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft“ als PDF-Datei ansehen.
Zum Download

Datenschutz

Das Büro Hitschfeld arbeitet bei telefonischen Befragungen bevorzugt mit Omnitrend und bei Online-Befragungen mit dem Institut Norstat zusammen. Die Erläuterungen der beiden Unternehmen zum Thema Datenschutz finden sie hier:

Telefonische Befragung (CATI) durch Omnitrend
„Die Einhaltung des Datenschutzes bei allen repräsentativen telefonischen Befragungen, die unser Büro im Rahmen der Markt- und Meinungsforschung vom Institut Omnitrend durchführen lässt, ist garantiert.

  • Die erhobenen Daten werden ausschließlich für den jeweiligen Forschungszweck verwendet.
  • Die Ergebnisse werden ausschließlich in anonymisierter Form dargestellt. Niemand kann aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf eine einzelne Person ziehen.
  • Personenbezogene Daten werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben. Alle Mitarbeiter sind auf die Einhaltung des Datenschutzes nach § 5 BDSG verpflichtet. Ein betriebliches Regelwerk zum Datenschutz gewährleistet die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes.

Omnitrend ist nach § 38 Abs. 2 in Verbindung mit § 4 BDSG im Verfahrensregister des sächsischen Datenschutzbeauftragten gemeldet. Entsprechende Befragungen werden zuvor unter der Rubrik „Meinungsumfragen zum Zwecke der anonymisierten Auswertung“ registriert. Bei diesem Verfahren ist die Erhebung der Telefonnummer, Alter, Geschlecht, zuletzt gewählte Partei sowie die Postadresse angemeldet.

Die Ermittlung der politischen Präferenz gehört zu den besonders geschützten Daten nach § 3 Abs. 9 BDSG. Es findet daher eine Vorabkontrolle nach § 4d Abs.5 BDSG durch den Datenschutzbeauftragten von Omnitrend zur Zulässigkeit der Befragung und zur Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen statt.

Zur Beurteilung wurden folgende Kriterien herangezogen: Art der eingesetzten DV-Anlagen und Software Maßnahmen nach § 9 BDSG:

  • Zutrittskontrolle
  • Zugangskontrolle
  • Zugriffskontrolle
  • Weitergabekontrolle
  • Eingabekontrolle
  • Auftragskontrolle
  • Verfügbarkeitskontrolle
  • Trennungskontrolle

Die Maßnahmen entsprechen dem allgemeinen IT-Sicherheitskonzept (Allgemeine technische und organisatorische Maßnahmen nach § 9 BDSG).

Die Stichprobe wurde bei diesem Projekt aus einem öffentlichen Telefonverzeichnis gezogen. Die Adressen und Telefonnummern wurden getrennt vom Interviewdatensatz gespeichert und nach Projektabschluss gelöscht. Es besteht keine Möglichkeit die Befragungsdaten wieder zu personalisieren.“

Online-Befragung durch Norstat
„Die Norstat Deutschland GmbH ist an die datenschutzrechtlichen Bestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland gebunden. (http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/) Darüber hinaus unterliegt Norstat als Mitglied des BVM (Berufsverband deutscher Markt- und Sozialforscher) weiteren freiwillig eingegangenen Verpflichtungen zur Geheimhaltung und zum Datenschutz. Weitere Informationen zu dieser Organisation finden Sie auf www.bvm.org. Aussagen, die Panelmitglieder im Rahmen einer Umfrage machen, werden nicht auf ihre Person zurückgeführt. Natürlich werden diese Daten auch nicht an Dritte weitergegeben, auch nicht an die Auftraggeber von Studien.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
https://www.adm-ev.de/wissenswertes/berufsgrundsaetze/
http://www.norstat.de/warum-norstat/anspruch-qualitaet