Expertntreffen Energiemetropole Leipzig

So geht Zukunft nicht

Anmerkungen zum 11. Expertentreffen Energiemetropole Leipzig

von Katharina Hitschfeld

In den Zeiten der Regierungsbildung in Berlin und Sachsen gibt es sicher wenig wichtigere und aktuellere Themen als den Klimaschutz und die Energiepolitik. Hervorragende Voraussetzungen für eine Tagung zur Energiemetropole Leipzig – sollte man meinen.

Leipzig investiert in die Zukunft – unter diesem Motto lud das Amt für Wirtschaft der Stadt Leipzig gemeinsam mit NEU, dem Netzwerk Energie & Umwelt e. V., zum 11. Expertentreffen der Energiemetropole Leipzig ein.

In seiner Begrüßung erklärte Uwe Albrecht, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig: „In Leipzig investieren, heißt in die Zukunft investieren“. Am Ende des Tages möchte man ihm zurufen, warum investiert dann die Stadt Leipzig nicht in seine Formate und damit in die eigene Zukunft?

Denn das Expertentreffen am 11. Dezember entpuppte sich leider als eine Aneinanderreihung von Power Points. Und das, obwohl die Themen hochaktuell und durchaus spannend waren: So konnten sich die Teilnehmer informieren, wie man mit Green Investments Geld verdienen und gleichzeitig etwas Gutes für unser aller Zukunft tun kann oder wie das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Innovationen fördert.

Für das Highlight des Tages sorgte Hannes Ross. Er gehört zum Schweizer Team Solarimpulse, das den ersten Solarflug um die Welt realisiert hat. Fasziniert hörten die Teilnehmer die Geschichte der ersten emissionsfreien Weltumrundung 2016 an. Eine Innovation, die auf der Idee zweier flugbegeisterter Männer 2001 basierte und 15 Jahre hartnäckigen Erfindergeist und Sponsoring brauchte.

So geht Zukunft. Aber was bedeutet das für Leipzig?

Wenn wir beim 11. Expertentreffen der Energiemetropole Leipzig etwas mitgenommen haben, dann: Innovationen entstehen durch Querdenken, durch das Herausbegeben aus alten Mustern und Strukturen. Leider war die Tagung kein Best-Practice-Beispiel für neues Denken oder neue Wege, dafür bewegte sie sich viel zu stark in altbekannten Formaten und stellte den anwesenden Experten zu viele bekannte Projekte vor.

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